1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Gemeinsam für Gesundheit: Landkreis Waldeck-Frankenberg richtet kommunale Konferenz ein

Erstellt:

Von: Lutz Benseler

Kommentare

Gesundheits-Check: Käthe Becker (links) lässt sich von Corinna Scheele den Blutdruck messen.
Die Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung sind Themen der Kommunalen Gesundheitskonferenz, die der Landkreis in Waldeck-Frankenberg einrichten will. © Trautmann, Ursula

Es ist eine Art „Bündnis für Gesundheit“: Der Kreistag hat beschlossen, eine kommunale Gesundheitskonferenz in Waldeck-Frankenberg einzurichten.

Waldeck-Frankenberg – Vertreter aus dem Gesundheitswesen – beispielsweise aus Krankenhäusern, Krankenkassen und Selbsthilfegruppen sowie Ärzte – und der Politik im Landkreis sollen in der Gesundheitskonferenz regelmäßig an einem Tisch zusammenkommen, beraten und über aktuelle Themen und Problemlagen diskutieren.

Dabei geht es nicht nur um die medizinische Versorgung, sondern vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität, Gesundheitsförderung und Prävention. „Wir wollen den Akteuren aus dem Gesundheitswesen mehr Verlässlichkeit geben und einen Raum, in dem sie sich austauschen können“, erklärte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese (CDU) das Modell der Gesundheitskonferenz.

Die Teilnehmer geben Empfehlungen, vereinbaren Lösungsvorschläge und setzen diese selbstverpflichtend um. Mit Stellungnahmen und Empfehlungen an die politischen Gremien des Landkreises wie den Kreistag oder die Fachausschüsse wirkt die kommunale Gesundheitskonferenz auch an der Gesundheitsberichterstattung mit. Das bedeutet, sie werten Informationen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung in Waldeck-Frankenberg, der medizinischen sowie pflegerischen Versorgung und den damit verbundenen Kosten aus.

„Wir brauchen verlässliche Daten, um die Gesundheitspolitik und das Gesundheitswesen in den Städten und Gemeinden weiterentwickeln zu können“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.

Das Erfolgsmodell aus Nordrhein-Westfalen, in dem es die Gesundheitskonferenzen schon seit 1998 gibt, wird nach und nach in andere Bundesländer exportiert. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen mittlerweile positive Konsequenzen der Arbeit der Kommunalen Gesundheitskonferenzen: Sie stärken die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen vor Ort. Mehr Transparenz begünstigt außerdem Synergieeffekte und trägt dazu bei, Doppel- und Parallelaktivitäten und damit eine Verschwendung von Ressourcen zu vermeiden.

In Hessen hat die Corona-Pandemie der Entwicklung einen Schub gegeben: Sie habe den Öffentlichen Gesundheitsdienst ins Blickfeld gerückt, sagte Frese.

Auch interessant

Kommentare