Technische Ausstattung verbessern

Landkreis will digitalen Unterricht in Waldeck-Frankenberg voranbringen

In der Corona-Pandemie wird das digitale Lernen noch wichtiger.
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In der Corona-Pandemie wird das digitale Lernen noch wichtiger.

Die Digitalisierung an den Schulen ist in der Corona-Pandemie ein großes Thema. Jetzt hat sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg geäußert, wie er das Thema voranbringen will.

Waldeck-Frankenberg – „Die Situation ist für uns alle neu und ungewohnt und wir müssen unsere Strategien entwickeln, ohne ein Vorbild oder Handlungsmuster zu haben.“ Das sagen Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese in einer gemeinsamen Stellungnahme zur Corona-Lage.

Besonderes Augenmerk richte die Kreisspitze derzeit vor allem auf Kitas und Schulen, denn trotz partieller Aufhebung der Präsenzpflicht und besonderer Unterrichtsformen müsse gewährleistet sein, dass Kinder und Jugendliche keinen Bruch in ihren Ausbildungsgängen hinnehmen müssen. Es gebe durchaus Defizite, die der Kreis als Schulträger zwar nicht zu verantworten habe, um deren Behebung er sich aber dennoch kümmere.

Dabei gehe es vor allem um die Digitalisierung der Schulen. „Leider haben die großen Anbieter im ländlichen Raum hauptsächlich dort investiert, wo entsprechende Gewinnmargen zu erwarten waren“, sagt der Landrat: „Um die restlichen Gebiete adäquat mit schnellem Internet zu versorgen, haben wir mit der Breitband Nordhessen eine der größten europäischen Infrastruktur-Initiativen im kommunalen Bereich auf den Weg gebracht.“

Breitbandausbau für 37 Schulen schon „deutlich verbesert“

Die Digitalisierung der Schulen habe der Kreis insbesondere vor dem Hintergrund der Pandemie intensiv vorangebracht, wo es für ihn möglich gewesen sei. Die Breitbandversorgung sei 2020 für 37 Schulstandorte zum Teil deutlich verbessert worden. Als ein Beispiel nannte der Landrat die Kaulbachschule in Bad Arolsen. Sie sei eine der ersten Schulen im Landkreis, die ab kommendem Montag flächendeckend WLAN zur Verfügung habe.

Im Jahr 2021 würden die restlichen 32 Schulstandorte eine Verbesserung ihrer Breitbandanbindung erhalten, davon 19 Schulstandorte mit einer Glasfaser-Anbindung. Bis zum Ende der Sommerferien am 1. September sollten darüber hinaus alle Schulstandorte über ein flächendeckendes WLAN-Netz auf dem Schulgelände verfügen. Gut 1750 Accesspoints würden dann von zehn heimischen Handwerksbetrieben eingebaut und mit entsprechenden Netzwerkkabeln verbunden. Die Schul-IT der Kreisverwaltung werde diese Netzwerke mit Servertechnologie ausstatten, aktivieren und betreuen.

Endgeräte für Schüler

Im Rahmen des Sofortausstattungsprogramms des Bundes und des Landes seien bedürftige Schüler mit 1500 Endgeräten für das Homeoffice ausgestattet worden. „Wir sind bemüht, in allen Schulen die Voraussetzungen zu schaffen, um bei Bedarf auch einen umfassenden digitalisierten Unterricht zu ermöglichen“, versichern der Landrat und der Erste Kreisbeigeordnete.

„Vor der Krise befanden wir uns in einer Übergangsphase zu einer neuen Technologie an den Schulen. Dieser Prozess hat durch die Pandemie und den Lockdown nochmals entscheidende Impulse erhalten und ist deutlich beschleunigt worden“, so die beiden Dezernenten.

Ziel sei es, gemeinsam mit dem Bund und dem Land schnellstmöglich die Zukunftstechnologien in allen Schulen umfänglich verfügbar zu haben.

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