Appell der Kreisspitze wegen Corona-Pandemie

Landrat: Waldeck-Frankenberger sollen an Ostern Kontakte reduzieren

Ein Hase mit FFP2-Maske steht im Garten. Nach über einem Jahr Corona-Pandemie wird auch in diesem Jahr das Osterfest übe
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Symbolfoto Ostern mit Corona-Regeln

Zu Ostern ruft der Landkreis die Menschen in Waldeck-Frankenberg dazu auf, sich an die Corona-Vorschriften zu halten und Kontakte zu reduzieren. Auch Osterfeuer sind nicht erlaubt.

Waldeck-Frankenberg – „Wir dürfen jetzt nicht locker lassen!“ So lautet der Appell der Kreisspitze zu Ostern an die Menschen in Waldeck-Frankenberg, sich weiterhin an die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu halten. „Auch, wenn es schwerfällt, müssen wir unsere persönlichen Kontakte auch über die Feiertage stark begrenzen“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat.

In den vergangenen Monaten hätten sich viele Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Pandemie zerschlagen, sagen Kubat und Vize-Landrat Karl-Friedrich Frese. Dies dürfe aber nicht zu der Einstellung führen, dass alle Bemühungen nutzlos seien. So schwer es auch falle, komme es jetzt mehr denn je darauf an, Disziplin zu halten und die Grundlagen für die Ausbreitung des Coronavirus zu beschränken. „Viele Menschen macht die momentane Situation mürbe und perspektivlos. Eine Corona-Müdigkeit macht sich breit – auch in Waldeck-Frankenberg“, sagen Kubat und Frese.

Sorge wegen britischer Corona-Mutation

Insbesondere durch die Mutationen breite sich das Virus aktuell wieder rasant aus. Die britische Variante B.1.1.7. dominiere mittlerweile auch in Waldeck-Frankenberg das Infektionsgeschehen. „Diese Variante ist wesentlich ansteckender und die Krankheitsverläufe dauern deutlich länger“, erklärt Amtsarzt Thomas Hetche. „Da sich in einem sehr kurzen Zeitraum sehr viele Menschen anstecken, kommt es häufiger zu schweren Verläufen – und der Gefahr der baldigen Überlastung der Intensivbetten.“

Dr. Reinhard Kubat, Landrat von Waldeck-Frankenberg

Das Aufkommen der dritten Welle sei auch im Landkreis spürbar. „Wir befürchten dadurch auch eine wesentliche Erhöhung der Infektionszahlen auch in Waldeck-Frankenberg in den nächsten 14 Tagen“, sagt Gesundheitsdezernent Frese. Die Einhaltung der Regeln sei daher wichtiger denn je. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen dürfen sich derzeit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder unter 14 nicht mitgezählt). Das gilt auch über Ostern.

Osterfeuer dürfen nicht stattfinden

Deshalb werden wie vor einem Jahr keine Osterfeuer stattfinden. Größere Veranstaltungen sind generell nicht erlaubt. Strauch- und Baumschnitt – als Ersatz für das Osterfeuer – privat auf dem eigenen Grundstück zu verbrennen, ist erlaubt, wenn man es angemeldet hat und die eigene Stadt/Gemeinde es erlaubt hat.

Die traditionellen Osterfeuer müssen dieses Jahr erneut ausfallen.

Gemeinsam mit Polizei und Ordnungsämtern werde der Landkreis die Überwachung der Einhaltung der Corona-Vorschriften an Ostern, aber auch in den kommenden Wochen deutlich verstärken. „Wir möchten die Menschen nicht gängeln oder maßregeln. Aber wir haben den Auftrag, die Gesundheit der Menschen in Waldeck-Frankenberg zu schützen – und diesen nehmen wir sehr ernst“, sagt Frese. Auch wenn das bedeute, unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen.

„Wir wissen, dass viele Menschen hinsichtlich Corona mittlerweile genervt und weniger achtsam sind“, sagt Landrat Kubat. Genau das sei aber der allerbeste Nährboden für das Virus. „Wir haben es alle selbst in der Hand, die Situation zu ändern.“

Über die Ostertage erwarten viele Ausflugsziele in Hessen einen Besucheransturm - auch in Waldeck-Frankenberg.

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