Landratskandidat Frese im Redaktionsgespräch: "Eine realistische Chance"

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Im HNA-Redaktionsgespräch: Über seine politischen Themen und den Wahlkampf hat Karl-Friedrich Frese, CDU-Landratskandidat, mit den Redakteuren Jörg Paulus und Matthias Müller gesprochen.

Waldeck-Frankenberg. In Waldeck-Frankenberg wird am 5. Juli der Landrat gewählt. Amtsinhaber Dr. Reinhard Kubat (SPD) tritt dann gegen Karl-Friedrich Frese (CDU) an.

Die HNA hat mit Frese über seine politischen Schwerpunkte gesprochen.

„Ich drehe derzeit ein völlig neues Rad“, sagt Karl-Friedrich Frese. In Bromskirchen habe er als Bürgermeister nie großartig Wahlkampf gemacht. Nun, da er Amtsinhaber Dr. Reinhard Kubat als Landrat ablösen will, ist er täglich im Kreis unterwegs, um seine politischen Themen an den Wähler zu bringen.

Und er macht deutlich, dass die sich von denen des Konkurrenten unterscheiden. So hält Frese die Bahnreaktivierung Korbach-Frankenberg für falsch. Aus dem Vertrag über die Betriebskosten solle der Kreis raus, fordert er. Beim Ausbau des Breitband-Internets findet er das gemeinsame Projekt der nordhessischen Landkreise zu langsam. Stattdessen schlägt er hier einen Ausbau mit Hilfe des heimischen Energieversorgers EWF vor. Im Bereich Tourismus wünscht er sich eine klare Arbeitsteilung zwischen Landkreis und Kommunen, sagt er im HNA-Redaktionsgespräch. Beim Thema Wirtschaft würde er, neben einem ständigen Dialog mit Unternehmen, eine Stelle einrichten, die gerade kleinen Betriebe den Weg zu Zuschüssen ebnen kann: „Die könnte man bei der Wirtschaftsförderung ansiedeln“, sagt Frese. Und natürlich müsse man die Infrastruktur ausbauen: sich stärker für Ortsumgehungen einsetzen, mehr in die Kreisstraßen investieren.

Über solche Themen kommt Frese im Wahlkampf mit den Leuten ins Gespräch. „Zuhören, entscheiden, handeln“ sei dabei sein Motto - so wie es auf seinen Flyern steht. „Das wird am 5. Juli eine spannende Kiste“, erwartet der Kandidat „Aber ich sehe eine realistische Chance, dass das Ziel erreicht werden kann“, fügt er hinzu - und ist dann schnell wieder bei den Inhalten, die ihn bewegen.

Ein gewichtiger Punkt dabei ist das Kreiskrankenhaus Frankenberg. „An dem Standort gibt es nichts zu deuteln“, betont der 55-Jährige. Er sei aber besorgt, dass die Verhandlungen über eine Geriatrie-Außenstelle des Korbacher Stadtkrankenhaus in Frankenberg abgebrochen wurden. Für einen neuen Partner brauche man den Segen aus Wiesbaden, und „es ist noch kein Segen da“, sagt Frese. Gleichzeitig seien aber schon Geriatrie-Einnahmen für 2015/16 im Sanierungskonzept der Klinik eingeplant.

Was der Kandidat Frese als Landrat in der Kreisverwaltung anders machen würde, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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