Impfungen gegen das Coronavirus

Lange Schlangen vor Impfzentren in Waldeck-Frankenberg - Kreis reagiert

Anstehen für die Erst-, Zweit- oder Drittimpfung: Am Kreiskrankenhaus in Frankenberg wurde am Mittwoch das neue Mini-Impfzentrum eröffnet; eines von fünf in Waldeck-Frankenberg.
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Anstehen für die Erst-, Zweit- oder Drittimpfung: Am Kreiskrankenhaus in Frankenberg wurde am Mittwoch das neue Mini-Impfzentrum eröffnet; eines von fünf in Waldeck-Frankenberg.

An den ersten Öffnungstagen der neuen Mini-Impfzentren in Waldeck-Frankenberg gab es lange Schlangen. Einige Wartende wurden weggeschickt, weil für ihre dritte Impfung noch keine sechs Monate seit der zweiten vergangenen waren. Wir haben dazu beim Landkreis nachgefragt.

Waldeck-Frankenberg - Die neuen Impfzentren in Korbach, Frankenberg, Bad Arolsen, Bad Wildungen und Sachsenhausen sollen die Impfkampagne der Hausärzte unterstützen. Jeweils an zwei Tagen pro Woche können dort Menschen ohne Terminvereinbarung ihre Erst-, Zweit- oder Drittimpfung bekommen.

„Die Nachfrage – insbesondere nach Booster-Impfungen – ist gewaltig, die Menge an zur Verfügung stehendem Impfstoff jedoch leider aktuell begrenzt“, sagte dazu nun der Landkreis. Er ruft daher dazu auf, älteren und kranken Menschen möglichst den Vortritt zu lassen.

„Die Impfbereitschaft dieser vielen Menschen ist äußerst positiv. Umso bedauerlicher ist es, dass wir nicht allen Menschen vor Ort ein Angebot machen konnten“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. „Wir bekommen die Deckelung des Impfstoffes durch den Bund aktuell deutlich zu spüren. Wir unternehmen aber intensivste Anstrengung, um kurzfristig wieder größere Mengen zu generieren. Jeder, der möchte, soll dann eine Impfung bekommen.“

Älteren und Kranken den Vortritt lassen

Bis es soweit ist, werde der aktuell wenige zur Verfügung stehende Impfstoff nun so zugeteilt, dass alle Zentren in Korbach, Frankenberg, Bad Wildungen, Sachsenhausen und Bad Arolsen zumindest begrenzt Impfungen anbieten können. Auch hier werden aber nicht alle Impfwilligen in den kommenden Tagen eine Impfung bekommen können.

„Wir möchten daher dazu aufrufen, dass bis auf Weiteres möglichst erst älteren und vorerkrankten Menschen der Vortritt gelassen wird“, wirbt Frese um das solidarische Verhalten aller. Zwar habe laut STIKO jeder, dessen Grundimmunisierung sechs Monate her ist einen Anspruch auf eine Impfung. Dieser kann jedoch aktuell noch nicht bedient werden. „Sobald wir wieder größere Mengen ordern können, werden wir das Impfangebot deutlich und für alle ausweiten“, so der Erste Kreisbeigeordnete weiter.

Unterlagen bereithalten

Unabhängig davon, ob es sich um eine Erst-, Zweit- oder Drittimpfung handelt, sollten Personen vor Ort im Mini-Impfzentrum folgende Unterlagen zur Impfung mitbringen: Die Krankenversicherungskarte, ein Ausweisdokument und möglichst den Impfpass. Bereits Geimpfte sollten zudem die Unterlagen ihrer Erst- bzw. Zweitimpfung bereithalten. Zusätzlich dazu muss das „Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen Covid-19 mit mRNA-Impfstoff“ mitgebracht werden. Weiterhin muss der „Anamnese- und Einwilligungsbogen zur Schutzimpfung gegen Covid-19 mit mRNA-Impfstoff“ mitgebracht werden.

Beide Dokumente sollten möglichst schon vollständig ausgefüllt sein. Zum Herunterladen stehen sie auf der Webseite des Landkreises unter landkreis-waldeck-frankenberg.de/impfen bereit.

Standorte und Öffnungszeiten der Impfzentren

Korbach: kleine Hauer-Turnhalle, dienstags und donnerstags 15 bis 19 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr.

Frankenberg: ehem. MVZ im Kreiskrankenhaus (Eingang Hubschrauberplatz), mittwochs 15 bis 19, samstags 9 bis 13 Uhr.

Bad Wildungen: Schule Breiter Hagen (Eingang Poststraße), mittwochs 15 bis 19 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr.

Bad Arolsen: Bürgerhaus (Rathausstraße 3), mittwochs 14 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr.

Sachsenhausen: Stadthalle (Werbaer Straße 5), mittwochs 14 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr.

Auch vor den Corona-Teststellen in Waldeck-Frankenberg bildeten sich in dieser Woche lange Warteschlangen. Grund war die neue 3G-Pflicht am Arbeitsplatz und in Bussen und Bahnen.

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