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Leckeres für alle Sinne beim Kartoffelbraten in Goddelsheim

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Von: Julia Janzen

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Drei lachende Frauen an zwei Grills
Gute Laune trotz Schmuddelwetter: Nicole Grosche (von links), Heike Oppermann-Wolf und Yvonne Grosche bereiteten Kartoffeln und Pilze zu. © Julia Janzen

Auch wenn es regnete – den Spaß am Fest ließen sich die Goddelsheimer und zahlreiche Besucher nicht vermiesen: Zwei Jahre pausierte das Kartoffelbraten wegen Corona, am Sonntag wurde nun wieder mit vielen Leckereien, Musik, Ausstellungen und Mitmach-Aktionen gefeiert.

Lichtenfels-Goddelsheim - Rund 130 Goddelsheimer haben mit angepackt und das Fest auf die Beine gestellt. Schon Tage vorher ging es los: knapp zwei Zentner Kartoffeln mussten geschält und geschnippelt werden, Blumensträuße und Kränze gebunden und zahlreiche Fotowände aufgebaut werden. Besonders früh begann die Arbeit für Patrick Scriba und Fabian Hegel. Sie standen in der Nacht auf Sonntag ab etwa 2.30 Uhr am alten Ofen im Gemeindezentrum. Rund 80 Brote machten sie, die schon zur Mittagszeit alle verkauft waren.

Doch an Verpflegung mangelte es nicht: Neben zahllosen Kuchen und Torten, die die Goddelsheimer eigens fürs Fest gebacken hatten, gab es Heringsstipp, Bratkartoffeln, Würstchen und Steaks.

Der Verein zur Erhaltung alten Kulturgutes hatte für die Besucher zudem die Heimatstube geöffnet, Vorsitzender Reinhard Weber hatte eine historische Fotoausstellung konzipiert und Henning Scriba und Fritz Grosche eine Schau historischer Flurkarten von Goddelsheim. Sein Vater, so erzählte Fritz Grosche, sei früher Bürgermeister gewesen, die Karten – teils Kopien, teils handgezeichnete Originale – stammen aus den Jahren 1854 und 1874. Die Flurkarten-Ausstellung soll dauerhaft zu sehen sein, sagte Reinhard Weber.

Gardinen fertigten Karola Greisler und Sylvia Bangert an einem Webstuhl von 1914, der ebenfalls in der Heimatstube einen Platz hat. Mehr als 700 Fäden spannen sich in dem Webstuhl, erklärte Greisler, die bestens vertraut ist mit dem großen Gerät: Es stammt aus ihrem Elternhaus.

In der Museumsscheune gab es ein buntes Programm für die jüngsten Besucher: Mit Gerhard Hamel konnten Kinder Lederbänder herstellen, mit Wolfgang Grosche Spardosen und in der Etage darüber gab es Kinderschminken. Doch nicht nur für Kinder gab es Spannendes in der Scheune: Videos zum Thema historische Landwirtschaft, ein fotografischer Rückblick auf Jahrzehnte des Kartoffelbratens und Wissenswertes rund um den früheren Kupferabbau waren ebenso Thema.

Vor allem stand aber auch – wie immer beim Kartoffelbraten – die Musik im Fokus. In der Kirche sang zunächst der Männergesangverein Liedertafel, bevor die jungen Musiker Torben Schott, Leah Maria Hann und Noémie Maria Klages Musik von Beethoven machten, die von zwei Expertinnen analysiert wurde. Auch die Niklas Behle Band machte zum Abschluss noch Musik in der Kirche. jj

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