Freiwilliger Unterricht in den Ferien

Sommercamp: Gesamtschule Battenberg zieht positive Bilanz

Seilspringen in einer Pause des Sommercamps an der Gesamtschule Battenberg
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Seilspringen in einer Pause des Sommercamps an der Gesamtschule Battenberg: Marion Schmidt-Biber (links) und Nicole Klambauer lassen die Schülerinnen Leonie Döpp und Leonie Schneider springen.

In den hessischen Sommerferien fanden an einigen Schulen freiwillige Sommercamps und Ferienakademien für Schüler statt. Es ging vor allem darum, durch die Corona-Pandemie verpasste Unterrichtsinhalte nachzuholen. Auch im Landkreis gab es solche Angebote.

Battenberg – Schulunterricht während der Sommerferien? Von dieser Idee war Beatrice Schellhorn am Anfang wenig begeistert. „Aber wir haben viele Spiele in den Pausen gemacht. Und ich konnte in Mathe vieles wiederholen und besser verstehen. So hat es doch Spaß gemacht���, fasst die Schülerin der künftigen Gymnasialklasse 7c ihre Erfahrungen mit dem Sommercamp zusammen, das an der Gesamtschule Battenberg zum ersten Mal stattfand. Etwa 70 Jungen und Mädchen aus den Stufen 5 bis 9 machten mit und trafen sich in der letzten Ferienwoche an vier Vormittagen in der Schule.

„Primär ging es darum, Defizite abzubauen, die im letzten Halbjahr infolge der Corona-Pandemie entstanden sind“, sagt Sabine Rossmeisl, die in der Schulleitung der Gesamtschule den gymnasialen Bereich verantwortet.

Nach anfänglicher Skepsis habe es vielen Schülern aber „Spaß gemacht“, in kleinen Lerngruppen, flankierend betreut von Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiterinnen, Unterrichtsstoff der Hauptfächer Deutsch, Mathe, Englisch zu wiederholen. Für die Gymnasiasten waren auch die Fremdsprachen Französisch und Latein im Angebot.

„Das Angebot sollte sich schon deutlich vom Online-Lernen abheben, denn das hatten die Schüler in den letzten Monaten unter Corona-Bedingungen ja genug“, sagt Sabine Rossmeisl, die das Sommercamp an der Gesamtschule Battenberg federführend betreut.

Das Angebot war freiwillig – nicht nur für die Schüler, sondern auch für gut 20 Lehrer und zwei Honorarkräfte. „Es gab eine große Bereitschaft, sich zu engagieren“, berichtet Sabine Rossmeisl.

Von der Resonanz war die Leiterin des Gymnasialzweiges selbst ein wenig überrascht. Waren zunächst nur 15 Schüler angemeldet, so stieg die Teilnehmerzahl später auf 30. Am Ende waren rund 70 Kinder zu betreuen.

„Leider nimmt aus den Hauptschulklassen 7 bis 9 niemand teil“, bedauert Sabine Rossmeisl. Anmeldungen seien ganz überwiegend aus Familien gekommen, „in denen Bildung eine große Rolle spielt“, so Rossmeisl. „Die sind dann auch hier.“

Während das hessische Kultusministerium „Ferienakademien“ über das Staatliche Schulamt anbot, hatte die Gesamtschule Battenberg ihr Sommercamp in eigener Regie auf die Beine gestellt. Nach den „sehr positiven“ Erfahrungen dieses Jahres können sich Schulleiter Reinhold Gaß und Sabine Rossmeisl gut vorstellen, dass das „Sommercamp“ in der letzten Ferienwoche des kommenden Jahr eine Fortsetzung findet.

Von Thomas Hoffmeister

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