Stadtverordnete stimmen für den Kauf eines Sitzungsmanagement-Programms

Lichtenfels: Alle Sitzungsunterlagen gibt’s bald digital

Mit Laptop oder Tablet gehen die Lichtenfelser Stadtverordneten, Magistratsmitglieder und Ortsbeiräte demnächst in die Sitzungen.
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Mit Laptop oder Tablet gehen die Lichtenfelser Stadtverordneten, Magistratsmitglieder und Ortsbeiräte demnächst in die Sitzungen.

Die Stadt Lichtenfels geht einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung: In Zukunft erhalten die Mitglieder der städtischen Gremien sämtliche Sitzungsunterlagen digital.

Lichtenfels - Bei der jüngsten Sitzung haben die Stadtverordneten einstimmig dafür votiert, ein entsprechendes Sitzungsmanagement-Programm für knapp 11 000 Euro anzuschaffen. Weitere rund 2500 Euro werden jährlich für die Softwarepflege fällig.

Die Unterlagen werden in dem Programm hochgeladen und können vor jeder Sitzung von den Mandatsträgern - Mitglieder des Magistrats, Stadtverordnete, Mitglieder der Ausschüsse und Ortsvorstehern - über einen eigenen Login heruntergeladen werden, erklärte Bürgermeister Henning Scheele und betonte: „Wir gehen damit einen wichtigen Schritt in Richtung digitale Zukunft und reduzieren außerdem unseren Papierverbrauch deutlich.“ Rund 20 000 Blätter Papier würden jährlich allein für Magistratssitzungen und Stadtverordnetenversammlung inklusive des Haushaltsplanes bedruckt, das falle in Zukunft weg.

In der Diskussion ist noch die Finanzierung der Endgeräte. Angedacht ist zunächst, den Mandatsträgern monatlich eine kleine Aufwendungspauschale zu zahlen. Diesen Weg monierte Heide-Rose Barbe (SPD). „Wir sind grundsätzlich für den digitalen Sitzungsdienst, finden aber unglücklich, dass eine Entscheidung über die Finanzierung der Endgeräte für Mandatsträger entkoppelt wird“, sagte sie.

Karl-Heinz Wilke (CDU) sagte, das digitale System biete Vorteile, und so sahen das auch die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, die einstimmig für die Anschaffung des Programms stimmten. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, sagte Horst Wendt (WGL), das neue System werde keine Kosten, aber Zeit sparen. Frank Isken von der FDP, die seit Jahren mehr Digitalisierung fordert und 2018 einen Antrag zur Digitalisierung der Verwaltung gestellt hatte, erklärte: „Wir begrüßen die Anschaffung, es wird Transparenz geschaffen bis hin zu den Sitzungen der Ortsbeiräte“. Von Marianne Dämmer

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