1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Stadt Lichtenfels für Projekt des Vereins „Bewegter Wind“ als „Kommune der Vielfalt“ ausgezeichnet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marianne Dämmer

Kommentare

„Wind-Land“ – Beim Projekt des Vereins „Bewegter Wind“ und der Stadt Lichtenfels gestalten Einheimische, Neubürger, Familien und Jugendliche eine Windinstallation in der heimischen Landschaft.
„Wind-Land“ – Beim Projekt des Vereins „Bewegter Wind“ und der Stadt Lichtenfels gestalten Einheimische, Neubürger, Familien und Jugendliche eine Windinstallation in der heimischen Landschaft. © Reta Reinl/pr

Die Stadt Lichtenfels gehört zu den Gewinnern des kommunalen Wettbewerbs der Initiative „Offen für Vielfalt - Geschlossen gegen Ausgrenzung“, der zum ersten Mal stattfand. Ausgezeichnet wurde die Initiative „Bewegter Wind“.

Waldeck-Frankenberg – Aus mehr als 30 Bewerbungen kürte eine Expertenjury sechs Städte und Gemeinden aus den nordhessischen Landkreisen zur „Kommune der Vielfalt 2021“. Der Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Kasseler Regierungspräsidenten Hermann-Josef Klüber steht, zeige, welch engagierte Projekte im ländlichen Raum umgesetzt werden.

An dem Wettbewerb „Kommunen der Vielfalt“, den der Verein „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ mit Sitz in Kassel erstmals ausgelobt hat, haben sich insgesamt 21 Kommunen um den Titel „Kommune der Vielfalt“ beworben, 13 Gemeinde und Städte bewarben sich zudem um den Sonderpreis für den vorbildlichen Einsatz für demokratische Werte. Der Verein vergibt Preisgelder in Höhe von insgesamt 28 000 Euro.

Der ursprünglich für den 6. Dezember vorgesehene Termin für die Preisverleihung wurde aufgrund der aktuellen Corona-Pandemielage auf das Frühjahr 2022 verschoben. „Wir freuen uns sehr, dass der Wettbewerb in der Region so viel Anklang gefunden hat“, sagt Dagmar Krauße vom Verein „Offen für Vielfalt“. Der Wettbewerb wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Beworben hatte sich unter anderem die Stadt Lichtenfels mit dem Projekt „Wind Land – partizipative Installation“ des „Vereins zur Förderung der Windkunst und interkultureller Kommunikation“, bekannt als „Bewegter Wind“. Der Verein wurde 2004 von der Sachsenbergerin Reta Reinl ins Leben gerufen. Der Verein organisiert Windkunstfestivals und Angebote zur Windkunst und interkulturellen Kommunikation. Seit 2004 wurden bereits zehn Kunstwettbewerbe international ausgeschrieben und durchgeführt. Ausgestellt wurden 675 Kunstwerke von 555 Künstlerinnen und Künstlern aus 35 Ländern an 33 Orten.

„Beim aktuellen Projekt „Wind Land“, das in Lichtenfels stattfinden soll, begehen Laien aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen gemeinsam eine Landschaft und nehmen deren Verläufe nach speziellen Kriterien der Spaziergangsforschung auf. Unter professioneller Anleitung erarbeiten sie ein Konzept, wie zum Beispiel die Linien der Landschaft betont werden können, und setzen anschließend eine großflächige Installation um“, erklärt Reta Reinl vom Verein „Bewegter Wind“, der den Vorschlag für das Projekt erarbeitet hat. Das Preisgeld in Höhe von 4000 Euro fließt in die Finanzierung des Vorhabens, erklärt sie auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Verein bringe Menschen miteinander in Bewegung und ins Gespräch durch die Kombination aus Natur, Wind und Kunst, heißt es in der Begründung der Expertenjury: „Wind ist grenzenlos und verbindet alle Menschen. Dieses Projekt ist eine wunderbare Arbeit, sich kennenzulernen und seine (neue) Heimat aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gemeinsam ein Kunstobjekt zu gestalten, verbindet nachhaltig und führt zu einer aktiven Beziehung.“

„Das Engagement für Vielfalt in den verschiedensten Lebens- und Gesellschaftsbereichen auf kommunaler Ebene stärkt den notwendigen gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist eine wertvolle und unerlässliche Stütze für unser solidarisches Gemeinwesen“, lobt Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber. md Foto: M. Wüllner

Reta Reinl
Reta Reinl © Monika Wüllner

Auch interessant

Kommentare