Verdiente Lichtenfelser Ortsgerichtsschöffen verabschiedet – Nachfolger vereidigt

Lichtenfels: So viel Engagement „keine Selbstverständlichkeit mehr“

 Hilke Jerrentrup (links), Hans-Joachim Emde (2. von rechts), Volker Grebe (Mitte),  Helmut Grebe (rechts). Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling, Henning Scheele (hinten von links) im Gerichtssaal.
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Weitere zehn Jahre im Amt bleiben Hilke Jerrentrup (links) und Hans-Joachim Emde (2. von rechts) aktiv, vereidigt wurde Volker Grebe (Mitte) und nach 46 verabschiedet Helmut Grebe (rechts). Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling und Henning Scheele (hinten von links) sprachen ihren Dank aus.

Ehrenamtliche in zwei Ortsgerichten bieten den Lichtenfelser Bürgerinnen und Bürgern viel Service für kleines Geld. Das bleibt so: Im Korbacher Amtsgericht verabschiedete Direktor Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling verdiente Ortsgerichtsschöffen aus ihrem langjährigen, ehrenamtlichen Dienst und vereidigte ihre Nachfolger.

Lichtenfels/Korbach – Am längsten im Dienst der Lichtenfelser: Helmut Grebe aus Münden. 46 Jahre hat er sich im Ortsgericht II, das für Dalwigksthal, Münden, Neukirchen und Sachsenberg zuständig ist, für seine Mitmenschen engagiert. In seine Fußstapfen tritt sein Neffe Volker Grebe. Der Schreinermeister aus Münden sollte sein Amt eigentlich schon im vergangenen Jahr antreten, durch Corona verzögerte sich die Vereidigung jedoch. Die Leiterin des südlichen Lichtenfelser Ortsgerichts, Hilke Jerrentrup, hat sich bereit erklärt, das Ehrenamt weitere zehn Jahre zu bekleiden, ebenso ihr Stellvertreter Hans-Joachim Emde.

Im Ortsgericht I, das für Fürstenberg, Goddelsheim, Immighausen und Rhadern zuständig ist, wird Ortsgerichtsleiter Rudolf Hegel den ehrenamtlichen Dienst fünf weitere Jahre versehen. Nach 21 Jahren im Amt wurde Werner Iske aus Fürstenberg verabschiedet. Als sein Nachfolger vereidigt wurde der Goddelsheimer Zimmermeister Kevin Kastens. Ebenfalls neu hinzustoßen wird Thorsten Schnatz aus Fürstenberg.

Ortsgerichte, die es nur in Hessen gibt, sind eine Hilfsbehörde der Justiz – ihre Aufgaben reichen von Schätzungen über Sterbefallsanzeigen, von Unterschrifts-Beglaubigungen bis zu Nachlasssicherungen. Die Mitglieder werden durch die Kommunen vorgeschlagen und die Parlamente ernannt, erklärte Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling. Die Gebühren sind für die Bürger gering. „Dieser Service wäre nicht möglich ohne Menschen, die sich so einbringen wie Sie“, dankte er im Namen des Landes Hessen für das Engagement: „Die Arbeit war immer einwandfrei.“

Im Namen der Stadt Lichtenfels sprach Bürgermeister Henning Scheele seinen Dank aus an Werner Iske und Helmut Grebe: „So viel Engagement ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr“. Sie hätten mit Fingerspritzengefühl und Sachverstand Gutes für ihre Mitbürger geleistet. Als kleine Anerkennung gab es Blumen und einen Lichtenfelser Gutschein. Den neu gewählten Ortsgerichtsschöffen wünschte er „ein glückliches Händchen“. » ARTIKEL UNTEN

Von Marianne Dämmer

Nach 21 Jahren ehrenamtlichem Dienst im Ortsgericht verabschiedeten (hinten, von links) Amtsgerichtsdirektor Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling und Bürgermeister Henning Scheele Werner Iske (vorn, links) aus Fürstenberg. Ortsgerichtsvorsteher Rudolf Hegel (Mitte) bleibt weitere fünf Jahre im Dienst, vereidigt wurde Kevin Kastens.

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