Junge Union schlägt Jugendbeirat vor

Lichtenfels: Teilnehmen bei „Jugend entscheidet“

Lichtenfels – Die Junge Union (JU) Lichtenfels hat ihre Arbeit aufgenommen. In einem Schreiben an den Magistrat und den Bürgermeister hat sie die Stadt auf die Möglichkeit hingewiesen, an dem Projekt „Jugend entscheidet“ der Hertie-Stiftung teilzunehmen, erklärt Vorsitzender Hendrik Brand.

Jugendbeiräte in den Stadtteilen zu errichten sei sinnvoll, reiche aus Sicht der jungen Kommunalpolitiker aber nicht aus. „In Goddelsheim wurden bereits Jugendliche in die Arbeit des Ortsbeirats eingebunden. Das muss aus unserer Sicht auf andere Ortsteile übertragen werden, was sich vielleicht in den kleineren Orten schwer realisieren lässt, weil es dort gegebenenfalls nur wenige Jugendliche gibt. Wir bevorzugen deshalb eine ortsübergreifende Lösung, analog der Stadtverordnetenversammlung“, sagt Karim Belgacem, stellvertretender Vorsitzende.

Auf der Suche nach einer Lösung sei die JU gemeinsam mit der CDU-Fraktion auf das Projekt „Jugend entscheidet“ gestoßen. Kommunen, die an diesem Projekt teilnehmen, werden dabei begleitet, gemeinsam mit den Jugendlichen vor Ort kommunalpolitische Entscheidungen zu treffen. Durch diese professionelle Prozessbegleitung könnten Jugendliche dafür begeistert werden, sich aktiv in Entscheidungsprozesse einzumischen, ist Hendrik Brand überzeugt. Die Ausschreibung läuft bis zum 4. Dezember 2020. Bewerben können sich Städte und Gemeinden mit bis zu 100 000 Einwohnern.

„Wir müssen dann aber in den politischen Gremien auch den Mut haben, den mitwirkenden Jugendlichen ein gewisses Maß an Entscheidungsfreiheit zu übergeben,“ ergänzt der Vorsitzende der CDU Lichtenfels, Karl Hendrik Oppermann. Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtparlament, Eckhard Schnatz, begrüßt die Vorschläge. „Wir finden es einfach toll, dass junge Lichtenfelser sich wieder in die Lokalpolitik einmischen wollen. Wir müssen es schaffen, schon in jungen Jahren für die Kommunalpolitik zu begeistern und deren Bedeutung viel stärker zu kommunizieren.“

In welcher Form auch immer, die Junge Union Lichtenfels wolle aktiv mitarbeiten. Dabei dürften jedoch keine parteipolitischen Denkbarrieren bestehen. Es gehe darum, gemeinsam gute und tragfähige Lösungen zu finden, sagt Brand. „Wir wollen, dass Lichtenfels weiter zusammenwächst, auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin so attraktiv und lebenswert bleibt und sich entwickelt. Dafür brauchen wir jeden Mitbürger,“ sind sich die beiden Vorsitzenden, Hendrik Brand und Karl Hendrik Oppermann, einig.  red

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