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Lichtenfelser Brandschützer rücken 35 Mal aus

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Verdiente Mitglieder der Lichtenfelser Feuerwehren wurden bei der Jahreshauptversammlung geehrt.
Verdiente Mitglieder der Lichtenfelser Feuerwehren wurden bei der Jahreshauptversammlung geehrt. © Armin Hennig

Weniger Übungen als Folge des Pandemie, eine bislang ungelöste Brandserie in Münden – diese Herausforderungen bestimmten das Geschehen in Lichtenfels im Jahr 2021, und beschäftige die Verantwortlichen nach wie vor, erklärten Stadtbrandinspektor Klaus Debus und Bürgermeister Henning Scheele bei der Jahreshauptversammlung aller Lichtenfelser Freiwilligen Feuerwehren am Freitag in Fürstenberg.

Lichtenfels – Insgesamt 35 Mal mussten die Lichtenfelser Wehren ausrücken, 2020 gab es 27 Einsätze. Als Großbrände stufte der Stadtbrandinspektor die Brandserie in Münden und zwei Ereignisse in Goddelsheim ein. Das Geschehen schlüsselt sich wie folgt auf: 15 Brandeinsätze, 19 Hilfeleistungen und zwei Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen sowie vier Unwettereinsätze. Klaus Debus hob das gute Zusammenwirken der Kameraden unter erschwerten Bedingungen hervor.

Auch Bürgermeister Henning Scheele lobte die gute Zusammenarbeit und die, trotz eingeschränktem Übungsspielraum in den Wintermonaten, hohe Leistungsfähigkeit der Lichtenfelser Wehren. Im Haushalt der Stadt seien einige hundertausend Euro eingeplant, um die Wehren einsatzkräftig zu halten. Der Umbau des Feuerwehrhauses Münden sei mit 400 000 Euro eingeplant gewesen, die Brandstiftungen würden aber eine Neuplanung erforderlich machen, die nach Vorliegen der Gutachten in Angriff genommen werde, so Scheele. Für Erhalt und Steigerung der Einsatzbereitschaft stehen auch die Kosten für einen Einsatzleitwagen LFS1 mit 110 000 Euro im Etat, davon trage das Land Hessen 37 800 Euro.

Ausrüstung

Die Teilnahme an weiteren Landesbeschaffungsaktionen für Neukirchen und Sachsenberg, die auch ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) bekommen sollen, werde beantragt. „Damit wären in Zukunft alle TSF-W baugleich und bekommen eine neue Tragkraftspritze (TS 8/8). Für die Feuerwehr Sachsenberg solle 2024 ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) angeschafft werden, bot der Stadtbrandinspektor einen Ausblick auf einen Fahrzeugpark mit einheitlich hohem Niveau.

Geehrt und ernannt

Anerkennungsprämien des Landes Hessen erhielten für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Dennis-Karl Köhler, Daniel Stietz, André Kröger, Fabian Schmidt, Patrick Scriba; für 20 Jahre aktiven Dienst: Manuel Schütz, Marc Wittekind, Christian Wecker, Florian Figge, Thomas Stracke; für 30 Jahre aktiven Dienst: Nico Oppermann, Michael Wegener, Markus Lechky und für 40 Jahre aktiven Dienst: Jürgen Wittmer und Rainer Wittmer.

Silbernes Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Thomas Figge (Münden);

Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Jürgen Wittmer, Rainer Wittmer (Dalwigksthal) Frank Dege (Sachsenberg);

Ehrennadel des BFV Kurhessen-Waldeck in Bronze: Christian Emde, Steffen Sassmershausen (Goddelsheim);

Ehrennadel des BFV Kurhessen-Waldeck in Gold: Marc Wittekind (FW Goddelsheim);

St.-Floriansmedaille in Silber am Bande: Peter Bochon, Michael Wagener (FW Dalwigksthal), Dirk Klein (FW Sachsenberg), Herbert Knipp (FW Fürstenberg).

Zudem wurden Kevin Kastens und Julian Straube zum Wehrführer und stellvertretenden Wehrführer der Feuerwehr Goddelsheim für die nächsten fünf Jahre ernannt. (ahi)

Jugendfeuerwehr

Stadtjugendfeuerwehrwartin Alexandra Paul lieferte einen Einblick in die Erfolge der Nachwuchsarbeit unter schwierigen Bedingungen, denn gesellige Klassiker wie Weihnachtsfeiern oder das Einsammeln der Weihnachtsbäume fielen ebenso den Beschränkungen der Pandemie zum Opfer wie winterliche Übungsabende.

Im März gelang der Neustart mit einem Hygienekonzept, sodass neun Übungsabende durchgeführt wurden, bevor die Inzidenzen wieder hoch gingen. Derzeit haben die Jugendfeuerwehren der Stadt Lichtenfels 61 Mitglieder, darunter 20 Mädchen. Die Verantwortlichen vor Ort würden sich sehr engagieren, die Bindung zur Feuerwehr zu erhalten.

Katastrophenschutz

Bernd Berghöfer, stellvertretender Kreisbrandinspektor, zog ein ein positives Fazit in Sachen Einsatzfähigkeit der Wehren. Auch in Hochphasen der Pandemie seien nie mehr als 1,5 Prozent der Kameradinnen und Kameraden in Waldeck-Frankenberg durch den Virus nicht einsatzbereit gewesen. Katastrophenschutz und Prävention bildeten die weiteren Schwerpunkte des Rück- und Ausblicks.

Als Reaktion auf die Hochwasser in Arolsen/Volkmarsen würden die Sirenen in Waldeck-Frankenberg verbessert und erneuert, zusätzliche Vorwarnzeit biete die Hessen Alarm-App. Zur besseren Vorbereitung auf die zu erwartende Zunahme von Flächenbränden aufgrund von Trockenheit biete der Kreis am 23. Juli eine Schulung an, zu der jede Kommune zwei Vertreter schicken könne. (Von Armin Hennig)

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