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Lichtenfelser Helfer engagieren sich weiterhin für Menschen in der Ukraine

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Der 2. Konvoi aus Lichtenfels: Mit sechs voll beladenen Kleintransportern sind die Helfer aus Lichtenfels nach Sueceava in Rumäniens gefahren, wo die Hilfsgüter an Kontaktpersonen aus der Ukraine übergeben wurden.
Der 2. Konvoi aus Lichtenfels: Mit sechs voll beladenen Kleintransportern sind die Helfer aus Lichtenfels nach Sueceava in Rumäniens gefahren, wo die Hilfsgüter an Kontaktpersonen aus der Ukraine übergeben wurden. © Hilfstransport/pr

Der dritte Hilfstransport aus Lichtenfels-Rhadern ist am Freitag, 25. März, in die Ukraine gestartet. Geladen wurden vor allem Lebensmittel, Hygieneartikel, Babynahrung und Babyartikel. Die Stadt Lichtenfels hat eine Spendenkonto eingerichtet, um zielgerichtet Hilfe bieten zu können.

Lichtenfels-Rhadern – Der kriegerische Überfall Russlands auf die Ukraine hat weltweit Entsetzen und Abscheu ausgelöst. Doch das Leid der Menschen in der Ukraine hat auch zu einer Welle der Hilfsbereitschaft geführt. Neben den offiziellen Hilfsorganisationen gibt es sehr viele private Initiativen – oft mit persönlichen Verbindungen in die Ukraine – die mit viel Engagement und hohem persönlichen Einsatz Spenden zu den notleidenden Menschen bringen.

So auch in Rhadern: Manuel und Olesia Gebhardt vom Pflegezentrum Lichtenfels sowie seine aus der Ukraine stammenden Mitarbeiter Igor und Vika Pompash haben kürzlich bereits ihren zweiten Hilfskonvoi in das Krisengebiet organisiert. Unterstützt wurden sie bei der Fahrt, neben den eigenen Fahrzeugen vom Pflegezentrum Lichtenfels, von der Firma Weidemann, von Promedica und der Evangelischen Kirche in Lichtenfels.

Sechs voll belandene Kleintransporter

Mit insgesamt sechs voll beladenen Kleintransportern hatten sich die Helfer von Lichtenfels aus zunächst auf den Weg nach Sueceava im Nordosten Rumäniens begeben, wo die Hilfsgüter an die Kontaktpersonen aus der Ukraine übergeben wurden.

Nach Auskunft der Initiatoren des Konvois handelte es sich dabei vor allem um Lebensmittel, Verbandsmaterial, Windeln, Decken, Kleidung, aber auch Babynahrung (siehe Bericht unten) und Wasser. Mittlerweile sind die Hilfsgüter im Krankenhaus der Stadt Tscherkasse, südlich der Hauptstadt Kiew angekommen.

400 Kilometer - 70 Stunden Fahrt

„Unsere Fahrer haben 4000 Kilometer zurückgelegt und waren insgesamt 85 Stunden unterwegs, 70 Stunden davon allein im Auto“, berichtete Manuel Gebhardt. Igor Pompash fügte hinzu: „Wir haben viel Leid gesehen, aber auch glückliche und dankbare Menschen kennengelernt“.

Als Organisatoren der beiden Konvois seien sie wirklich stolz und glücklich, so viele gute, engagierte und hilfsbereite Mitstreiter zu haben.

Auf dem Rückweg brachten die Helfer mit den beiden Konvois insgesamt 35 geflüchtete Menschen mit nach Deutschland. Fast alle seien bereits bei Verwandten, Freunden oder Bekannten untergekommen.

Auch ein dritter Transport ist bereits in Vorbereitung. Er ist gestern abgefahren und hat vor allem Lebensmittel, Hygieneartikel, Babynahrung und Babyartikel an Bord.

Bekleidung wird aktuell nicht gebraucht

Bekleidung werde im Moment weniger benötigt, man könne aber gut erhaltene Kleidungsstücke weiterhin bei der Kleiderkammer im Feststall in Rhadern oder im Testzentrum des Alten- und Pflegeheims Rhadern abgeben, erklärt Manuel Gebhardt.

Wer für benötigte Hilfsgüter eine finanzielle Unterstützung abgeben möchte, kann dies auch auf das Spendenkonto der Stadt Lichtenfels tun. Durch Geldspenden können die Initiatoren gezielt Lebensmittel und Verbandsmaterial einkaufen, außerdem können die Hilfsfahrten bestritten werden.

Zum Beispiel wurden über Spendengelder für 5000 Euro Lebensmittel und für 1000 Euro Baby- und Kleinkindnahrung eingekauft, die aktuell im 3. Konvoi mit in die Ukraine gehen.  

Dasd Spendenkonto der Stadt Lichtenfels, IBAN: DE78 5236 0059 0002 5070 13 unter dem Verwendungszweck: „106987 Spende Ukrainehilfe“. (red/md)

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