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Lichtenfelser SPD-Fraktion beantragt Einrichtung einer Waldkindergarten-Gruppe

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Von: Marianne Dämmer

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Wege zur Natur bieten – Waldtage, wie hier 2018 in Goddelsheim, gibt es bereits in einigen Lichtenfelser Kindergärten, nicht aber richtige Waldkindergarten-Gruppen, die den ganzen Morgen an der frischen Luft verbringen, um zu spielen und zu lernen. Archiv
Wege zur Natur bieten – Waldtage, wie hier 2018 in Goddelsheim, gibt es bereits in einigen Lichtenfelser Kindergärten, nicht aber richtige Waldkindergarten-Gruppen, die den ganzen Morgen an der frischen Luft verbringen, um zu spielen und zu lernen. Archiv © Marianne Dämmer/Archiv

Eine Waldkindergarten-Gruppe in einem der fünf Lichtenfelser Kindergärten einzurichten, hat die SPD-Fraktion am Dienstagabend bei der Sitzung der Lichtenfelser Stadtverordneten beantragt. Der Antrag wurde zur Beratung einstimmig in die Ausschüsse verwiesen.

Lichtenfels – „Natur und vor allem der Wald sind unser größter Schatz“, sagte SPD-Fraktionssprecher Friedrich Schüttler bei der Sitzung in der Mündener Festhalle. Gleichzeitig erlebe die Gesellschaft bei Kindern eine große Entfremdung von der Natur. „Sie werden per Elterntaxi zu den Spielplätzen gebracht oder fahren in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen dorthin. Es ist wirklich grausig, das anzusehen“, sagte Schüttler – viele Stadtverordnete reagierten auf seine Aussage mit einem Nicken.

Bewegen, spielen, anfassen, riechen würden im Alltag von Kindern inzwischen eine geringe Rolle spielen, dabei sei das alles für ein gesundes Aufwachsen so wichtig. Da die Stadt aufgrund steigender Kinderzahlen ohnehin über eine Ausweitung der Kinderbetreuung nachdenken müsse, plädiere die SPD-Fraktion dafür, eine Waldkindergarten-Gruppe einzurichten, „als zusätzliches pädagogisches Angebot – wir sind sicher, dass es in Lichtenfels genügend Eltern und Kinder gibt, die dieses Angebot annehmen würden“, betonte Schüttler.

Da der Vertrag mit dem Gesamtverband Lichtenfels-Eisenberg als Träger bald auslaufe und Gespräche mit potenziellen Trägern geführt würden, sei der Zeitpunkt für die Einrichtung einer Waldkindergarten-Gruppe gerade recht. Auch verwies er in einem Nebensatz darauf, dass die Schaffung einer Waldkindergarten-Gruppe für die Stadt finanziell deutlich leichter machbar sei, als die bauliche Erweiterung der bestehenden Kindergärten. (Von Marianne Dämmer)

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