Literarischer Frühling: Prof. Dr. Baumgärtner schilderte kulturelles Wissen des Mittelalters

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Große Weltkarten, kleiner Kosmos Klosterkirche: Bei einem Vortragsnachmittag im Landhaus Bärenmühle schilderten Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner und Arnd Friedrich mittelalterliches Denken unter dem Motto „Der Himmel über Haina“.

Ellershausen. Christus umfängt die Welt auf einer Landkarte des Klosters Ebstorf bei Lüneburg um 1300, die Klosterkirche von Haina kann auch als ein dreidimensionales Abbild des Kosmos betrachtet werden - höchst eindrucksvolle Weltsichten und Wertvorstellungen des Mittelalters begegneten sich unter dem Titel „Der Himmel über Haina“ beim Literarischen Frühling im Landhaus Bärenmühle.

Referenten waren Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner von der Universität Kassel sowie der Historiker Dr. Arnd Friedrich (Dodenhausen).

Welches Weltbild hatten die Menschen, die damals lebten? Moderator Klaus Brill bettete die Fragestellung in regionale Bezüge wie 800 Jahre Grundsteinlegung von Kloster Haina oder 1000 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Ellershausen ein, öffnete dann den Blick auf die Studien und Bücher der Wissenschaftlerin Baumgärtner zu Karten des 10. bis 15. Jahrhunderts als historische Quellen mit dem damit verbundenen Weltwissen.

„Unsere heutigen Karten bilden das ab, was wir als Realität ansehen. Im Mittelalter standen hinter ihnen immer auch bestimmte Fragestellungen, kulturelles Wissen und Wertmaßstäbe“, berichtete die Professorin. Dazu hatte sie eine Fülle von Bildern historischer Landkarten mitgebracht, an denen sie die Entwicklung von der Antike über Karten mit multifunktionalen Visualisierungen des Raumes bis zur Erweiterung des eurozentrischen Weltbildes im 15. Jahrhundert anschaulich nachvollzog.

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Von Karl-Hermann Völker

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