Neuauflage wohl nächstes Jahr

Literarischer Frühling bot "Vielfalt auf hohem Niveau"

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Literatur in der Frankenberger Rathausschirn: Wo vormittags der Wochenmarkt stattfand, unterhielten abends Autorin Thea Dorn und TV-Moderator Denis Scheck (rechts auf dem Podest) die Gäste beim Literarischen Frühling mit philosophischen Betrachtungen. In der Bildmitte Festival-Organisatorin Christiane Kohl bei der Ankündigung der Lesung.

Waldeck-Frankenberg. Der Literarische Frühling 2016 war ein Erfolg. Auch 2017 wird es wohl wieder ein Literaturfestival geben, sagt Mitorganisatorin Christiane Kohl im Interview.

Frau Kohl, den Literarischen Frühling 2015 haben Sie als das „Festival der magischen Momente“ bezeichnet. Was für eine Überschrift geben Sie dem diesjährigen? 

Christiane Kohl: Es war das Festival der kreativen Vielfalt auf allerhöchstem Niveau. In jeder Veranstaltung wurde exquisite Qualität geboten, sowohl literarisch als auch kulinarisch. Von der Eröffnung mit Axel Hacke im Ellershäuser Kuhstall und der Türkischen Nacht mit Feridun Zaimoglu im Hotel Die Sonne Frankenberg bis zu dem intellektuellen Show down mit dem Philosophen Peter Sloterdijk auf Schloss Waldeck und dem Lese-Dinner im Landhaus Bärenmühle mit Klaus Modicks Buch über die Künstlerkolonie Worpswede.

Was waren für Sie die Höhepunkte des Festivals? 

Kohl: Der Dada-Abend mit Michael Quast im Ellershäuser Kuhstall war eine Sternstunde der Theaterkleinkunst und aus meiner Sicht einfach einmalig. Tief berührt hat mich auch Martina Gedecks Lesung in Bad Wildungen.

Der Philosoph Sloterdijk, die Autorin Thea Dorn, der Literaturwissenschaftler Raulff und andere Gäste - das sind alles geistige Größen. Ihre Beiträge erreichen aber nur einen kleinen Kreis Gebildeter. Besteht da nicht Gefahr, dass das Festival zu elitär wird? 

Kohl: Ganz im Gegenteil: Wir versuchen ja gerade, die Schwellenangst vor diesen Geistesgrößen zu nehmen. Wirkliche Qualität ist niemals elitär, das spüren die Leute. Außerdem bieten wir für viele Geschmäcker etwas: Ob Krimi, Künstlerroman oder Kulturgeschichte, die auch die Mitglieder der Reitvereine interessiert. Und es gibt viel Humor: Bei der Dada-Soiree im Kuhstall haben sich die anwesenden Landwirte vor Lachen gebogen.

Schirmherr Mario Adorf hat ja angekündigt, dass er nächstes Jahr wieder kommen will. Wird auch 2017 ein Literarischer Frühling stattfinden? 

Kohl: Wie immer werden wir uns im Kreis der drei Hotels zusammensetzen und auch mit den 21 Partnern sprechen. Die ersten Signale aus diesem Kreis sind sehr positiv, weshalb ich denke, dass wir weitermachen werden.

Inwieweit sich das Festival auszahlt, ob eine Fortsetzung im jährlichen Turnus sinnvoll es mehr in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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