1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Literatur-Festival in Frankenberg mit Aufruf zu Wandel gestartet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Martina Biedenbach

Kommentare

Sie eröffneten den Literarischen Frühling 2023 in der Festscheune der Walkemühle in Frankenberg: (von links) Literaturkritiker und TV-Moderator Denis Scheck, Annette Viessmann, Festivalleiterin Christiane Kohl und der neue Schirmherr Stephan Thome.
Sie eröffneten den Literarischen Frühling 2023 in der Festscheune der Walkemühle in Frankenberg: (von links) Literaturkritiker und TV-Moderator Denis Scheck, Annette Viessmann, Festivalleiterin Christiane Kohl und der neue Schirmherr Stephan Thome. © Biedenbach, Martina

Das Festival Literarischer Frühling in Waldeck-Frankenberg unter dem Motto „Zeit läuft – Wie schaffen wir den Wandel?“ ist eröffnet. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen bis zum 2. April.

Frankenberg – „Zeit läuft – Wie schaffen wir den Wandel?“ Das Motto des Literarischen Frühling 2023 hat die Eröffnung des Literaturfestivals am Samstagabend in der vollbesetzen Festscheune der Walkemühle in Frankenberg geprägt.

„Es ist eine Minute vor Zwölf“, sagte Festivalleiterin Christiane Kohl (Ellershausen) und nannte Klimakrise, technologische Umstrukturierung, den russischen Überfall auf die Ukraine und den Kampf um Freiheit und Demokratie als Herausforderungen, die „von uns das Äußerste fordern“. Themen, die während der Festivalveranstaltungen bis 2. April auch von zahlreichen weiteren hochkarätigen Kulturschaffenden aufgegriffen werden.

Festivaleröffnung mit Annette Viessmann: „Wir sind auf dem besten Weg, die Erde zu zerstören“

„Wir sind auf dem besten Weg, die Erde zu zerstören“, betonte auch Annette Viessmann die Notwendigkeit eines Wandels. Sie sprach als Gastrednerin für ihren kurzfristig erkrankten Ehemann Prof. Dr. Martin Viessmann, Präsident des Verwaltungsrats des Allendorfer Heiz- und Klimatechnik-Unternehmens Viessmann. Das Unternehmen gehört seit Beginn des jährlichen Festivals im Jahr 2012 zu dessen Förderern.

„Wie schaffen wir den Wandel?“, stellte sie die rhetorische Frage. Ihre Antwort: „Mit Mut und ethischem Wertekodex“. Es sei Mut gefordert, Altes zu hinterfragen, Neues einzuleiten und sich von Misserfolgen nicht entmutigen zu lassen.

Festivaleröffnung mit neuem Schirmherrn Stephan Thome und Literaturkritiker Denis Scheck

Die Literatur, die schon Revolutionen ausgelöst habe, die Werte formuliere und weiterentwickele, könne dazu beitragen, in der Gesellschaft Aufgeschlossenheit für den nötigen Transformationsprozess zu erzeugen. „Worte sind Luft. Aber die Luft wird zu Wind, und der Wind lässt die Schiffe segeln“, zitierte Annette Viessmann den Schriftsteller Arthur Köstler. „Lassen Sie sich inspirieren, damit wir den Wandel schaffen“, rief sie den Eröffnungsgästen zu.

Auf ein weiteres besorgniserregendes Thema, der Gefahr, dass China die ostasiatische Insel Taiwan besetzt, ging dann der renommierte Schriftsteller Stephan Thome im Gespräch mit dem bekannten Literaturkritiker Denis Scheck ein. Thome stellte seinen in Taiwan spielenden Roman „Pflaumenregen“ vor.

Der gebürtige Biedenkopfer ist neuer Schirmherrn des Festivals – als Nachfolger des verstorbenen F.C. Delius. Thome teilt sich die Aufgabe mit Schauspielerin Iris Berben, die am 2. April mit ihrem Vorgänger Mario Adorf in Frankenberg über Literaturverfilmungen sprechen wird.

Zur Auftaktveranstaltung des Literaturfestivals begrüßte Festivalleiterin Christiane Kohl zahlreiche Ehrengäste, darunter Regierungspräsident Mark Weinmeister, Landrat Jürgen van der Horst, die Bürgermeister Rüdiger Heß (Frankenberg) und Ralf Gutheil (Bad Wildungen), Kai-Georg Bachmann (Regionalmanagement Nordhessen) und Markus Exner (Grimmheimat) sowie Vertreter der 27 Unternehmen und Organisationen, die die Veranstaltung unterstützen. (Martina Biedenbach)

literarischer-fruehling.de

Auch interessant

Kommentare