Baubeginn im Frühjahr 2021

Arztpraxis in Allendorf-Eder: Neubau für eine Million Euro

Baubeginn für die Allendorfer Arztpraxis im Heinrich-Heine-Weg: Vorn mit dem Plan Bürgermeister Claus Junghenn und der künftige Hausarzt Dr. Stephan Waßmuth. Dahinter (von links) Rüdiger Heß (Vorsitzender der Region Burgwald-Ederbergland), Hausarzt Dr. Stefan Packebusch, Erster Beigeordneter Kurt Kramer, Norbert Bötzel (Vorsitzender der Gemeindevertretung), Architekt Achim Roth und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.
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Baubeginn für die Allendorfer Arztpraxis im Heinrich-Heine-Weg: Vorn mit dem Plan Bürgermeister Claus Junghenn und der künftige Hausarzt Dr. Stephan Waßmuth. Dahinter (von links) Rüdiger Heß (Vorsitzender der Region Burgwald-Ederbergland), Hausarzt Dr. Stefan Packebusch, Erster Beigeordneter Kurt Kramer, Norbert Bötzel (Vorsitzender der Gemeindevertretung), Architekt Achim Roth und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.

Von einem „freudigen Anlass in traurigen Zeiten“ sprach Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn: An einem noch freien Grundstück, das direkt an den Parkplatz des Bürgerhauses grenzt, traf man sich zum Ersten Spatenstich für ein Millionen-Projekt: den Bau einer Arztpraxis.

Allendorf/Eder - Die Industriegemeinde Allendorf hat, was viele gern hätten: einen jungen, 33 Jahre alten Facharzt, der sich in Allendorf dauerhaft niederlassen möchte. Noch arbeitet der aus Battenberg stammenden Dr. Stephan Waßmuth als Notarzt im Wiesbadener St. Josefs-Hospital. Doch sobald das von der Gemeinde finanzierte Gebäude fertig ist, wird Stephan Waßmuth dort eine Hausarztpraxis eröffnen. Angestrebt ist das für Ende kommenden Jahres.

Stephan Waßmuth ist der Sohn des Battenberger Arztes Dr. Michael Waßmuth. Stephan Waßmuth hat in Halle/Saale und in Kapstadt Medizin studiert und die Facharzt-Prüfung als Internist absolviert. „Vielleicht finde ich noch zwei oder drei Kollegen, die mit in das Projekt einsteigen wollen“, kündigte Stephan Waßmuth an. Er sei von der Gemeinde „sehr gut unterstützt“ worden.

Mit der Gemeinde Allendorf hat Waßmuth einen Mietvertrag über zehn Jahre – mit Option auf Verlängerung – abgeschlossen. Er ist laut Claus Junghenn „der einzige Mieter“. Die Planung sehe die Option einer späteren Gebäude-Aufstockung vor.

Die Kosten für den Bau und die Unterhaltung der Arztpraxis trägt die Gemeinde Allendorf. So hatte es das Parlament Anfang September einstimmig beschlossen (HNA berichtete). Zu den Baukosten von rund einer Million Euro erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 200.000 Euro aus Mitteln der Leader-Region Burgwald-Ederbergland. Dafür bedankte sich Bürgermeister Claus Junghenn bei seinem Frankenberger Amtskollegen Rüdiger Heß.

„Den Kontakt zu Stephan Waßmuth hat unserer Erster Beigeordneter Kurt Kramer hergestellt“, lobte Junghenn. Man führe bereits seit über einem Jahr Gespräche. „Gut, dass Ihr euch schon kanntet“, sagte Junghenn. „Schon seit ich als Bürgermeister im Amt bin, bemüht sich die Gemeinde Allendorf um die Ansiedlung eines weiteren Arztes.“ Eine frühere Anzeigen-Kampagne habe „viel Geld gekostet, aber keinen Erfolg gebracht.“

Baubeginn im Frühjahr geplant

Von einem „Lichtblick“ in schwierigen Zeiten sprach der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Durch die Ansiedlung von Stephan Waßmuth verbessere sich die medizinische Versorgung in der Region „ganz erheblich“.

„Hier findet Regionalentwicklung statt“, sagte Rüdiger Heß als Vorsitzender der Region Burgwald-Ederbergland. Deshalb unterstütze die Leader-Region das Arztpraxis-Projekt mit der Höchstsumme von 200 000 Euro. Einen Baubeginn im „zeitigen Frühjahr“ stellte der Battenberger Architekt Achim Roth in Aussicht.

Seine Unterstützung sicherte Dr. Stefan Packebusch dem jungen Kollegen zu. Packebusch praktiziert seit 32 Jahren in Allendorf und ist inzwischen 67 Jahre alt. „Aber es macht immer noch Spaß, ich möchte gern noch ein paar Jahre arbeiten“, sagte Packebusch.

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