Mädchenbus rollt weiter in Nordhessen

Mit viel Spaß dabei: die jüngeren Teilnehmer beim Tourstopp des Mädchenbusses in Odershausen. Foto:  Schade

Waldeck-Frankenberg. Nach jahrelanger Gratwanderung steht der Mädchenbus Nordhessen wieder auf einer etwas solideren finanziellen Basis.

„Das Land Hessen unterstützt unser Projekt für die nächsten fünf Jahre mit einem Betrag von 50.000 Euro pro Jahr“, teilte Projektleiterin Andrea Kohl zum Auftakt der 18. Fahrsaison im Bad Wildunger Stadtteil Odershausen mit.

1998 startete der Mädchenbus als Anlaufstelle für Mädchen im Alter zwischen acht und 18 Jahren auf dem Land in den Landkreisen Kassel, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg als Modellprojekt des Landes Hessen. Das Ziel: Mädchen und junge Frauen in ihrer Entwicklung zu fördern und mit Rat und Hilfe vor Ort zu unterstützen. Den Betrieb übernahm der 1995 gegründete Verein Mädchenbus Nordhessen e.V. mit Sitz in Kassel.

2003 lief die Landesfinanzierung aus. Seitdem bemüht sich der Verein, die Kosten von jährlich rund 120.000 Euro zu finanzieren. Er wird dabei im Wesentlichen unterstützt von der Röchling-Stiftung in Mannheim und der Lieselotte-Stiftung in Hamburg.

Einige Gemeinden, deren Ortsteile vom Mädchenbus angefahren werden, beteiligen sich mit Zuschüssen zwischen 50 und 500 Euro jährlich, der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist mit einem Zuschuss von 10.000 im Boot. Zur Finanzierung tragen ferner private Spenden sowie Bußgelder und die Erlöse von Sonderaktionen Kasseler Serviceclubs bei.

Trotz der Landesförderung ist der Mädchenbus dringend auf weitere Spenden angewiesen, um sein Angebot aufrecht zu erhalten oder möglichst noch auszubauen. Denn die Resonanz ist groß. Das ursprüngliche Ziel, pro Jahr rund 600 Mädchen zu erreichen, wurde schon in den ersten Jahren deutlich übertroffen. „Heute sind es bis zu 5500 pro Jahr“, berichtete Andrea Kohl.

Mehr über den Besuch in Odershausen lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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