Marburger Oberbürgermeister Vaupel tritt vorzeitig ab

Marburg. Das Ende einer Ära: Der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel (63) wird sein Amt vorzeitig aufgeben. Das kündigte der Sozialdemokrat am Freitag in Marburg an.

Ende 2015 und damit eineinhalb Jahre früher als geplant will er aufhören.

„Der Schritt fällt mir wirklich nicht leicht“, betonte Vaupel, „aber ich musste aus gesundheitlichen Gründen eine Entscheidung treffen.“ Vaupel erlitt vor einem Jahr einen Herzinfarkt mit einem Totalverschluss einer Herzkammer.

Ruhestand naht: Oberbürgermeister Egon Vaupel.

Als er wenige Wochen später ins Rathaus zurückkehrte, hatten ihm die Ärzte geraten, beruflich kürzer zu treten. Dies sei jedoch als Oberbürgermeister nicht möglich, räumte er nun ein: „Ich liebe diese Stadt und wenn ich da bin, bin ich das zu 150 Prozent. Es geht nur ganz oder gar nicht“, sagte er. Dies lasse sein Körper nicht mehr zu.

Mit der frühzeitigen Entscheidung wolle er einen geordneten Übergang ermöglichen. Deshalb erklärte er sich bereit, den Ruhestand nicht sofort, sondern erst zum 1. Dezember 2015 anzutreten.

Die Frage von Vaupels Nachfolge ist noch offen. Er habe seiner Partei einen Vorschlag unterbreitet, den er noch nicht öffentlich mache. Im Gespräch ist der SPD-Stadtverordnete und frühere Fraktionsvorsitzende Matthias Acker, der als stellvertretender Unternehmenssprecher der Stadtwerke Gießen arbeitet.

Von Gesa Coordes 

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Rubriklistenbild: © Coordes

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