Cannabis in Fußball aufbewahrt

Wegen Drogenhandels vor Gericht: 23 Jahre alter Waldeck-Frankenberger zu Bewährungsstrafe verurteilt

Wegen mehrerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz musste sich ein 23-Jähriger vor dem Fritzlarer Amtsgericht verantworten. (Symbolbild)
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Wegen mehrerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz musste sich ein 23-Jähriger vor dem Fritzlarer Amtsgericht verantworten. (Symbolbild)

Ein 23-Jähriger musste sich wegen mehrerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vor dem Fritzlarer Amtsgericht verantworten. Begangen hat er die Straftaten größtenteils in Bad Wildungen.

  • Wegen mehrerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz stand ein 23 Jahre alter Mann aus Waldeck-Frankenberg vor Gericht.
  • Der Beschuldigte soll gewerbsmäßig mit Drogen gehandelt haben, vor allem in Bad Wildungen.
  • Das Schöffengericht des Amtsgerichts Fritzlar verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Bad Wildungen – Wegen mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz hat das Schöffengericht am Amtsgericht Fritzlar einen 23-Jährigen aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Die Strafe wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Rauschgift im Schlafzimmer aufbewahrt

Der Altenpfleger muss die Kosten des Verfahrens tragen und wird einem Bewährungshelfer unterstellt. Jeweils 1000 Euro muss er an Hephata und das Tierheim Beuern zahlen. Aus Gewinnen aus Rauschgift-Geschäften werden 1000 Euro eingezogen.

„Bei der nächsten Freiheitsstrafe gibt es keine Bewährung mehr“, sagte Richterin Corinna Eichler am Ende der sechsstündigen Verhandlung und redete ihm ins Gewissen: „Lassen Sie endlich die Finger von den Kifferprimeln.“ Die Staatsanwaltschaft hatte ihm gewerbsmäßigen Handel sowie unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich in Bad Wildungen ab.

Laut Anklage hat der Angeklagte im April vorigen Jahres einem Mann 30 Gramm Cannabis und 4,5 Gramm Kokain verkauft. Eine Woche später soll er in seinem Schlafzimmer 145 Gramm Marihuana und 63,5 Gramm Haschisch aufbewahrt haben – zum gewinnbringenden Weiterverkauf. Außerdem wurde ein Messer gefunden.

Es blieb unklar, wer von wem Drogen kaufte

„Alle Vorwürfe treffen zu“, sagte der Staatsanwalt bei der umfangreichen Beweisaufnahme. Die gestaltete sich schwierig, weil die Frage nicht geklärt werden konnte, wer vom wem was gekauft hatte.

Ein 20-Jähriger, der derzeit eine zweijährige Haftstrafe wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz absitzt, sagte, er habe von dem Angeklagten Marihuana bezogen. Die Frage des Verteidigers, ob er ihn gegenüber der Polizei als stadtbekannter Drogenhändler bezeichnet habe, beantwortete er mit „Nein“. Er habe ausgesagt, bei ihm Marihuana und Kokain gekauft zu haben.

Der Verteidiger des Angeklagten hatte allerdings betont, sein Mandant habe mit Kokain nichts zu tun. Der Angeklagte sagte aus, er habe von dem 20-Jährigen Marihuana bezogen. Er konsumiere am Tag zwei bis drei Gramm.

Cannabis im Fußball versteckt

Polizeibeamte berichteten über sichergestelltes Rauschgift in seiner Wohnung und in der seiner Schwester. Eine große Menge Cannabis sei im Schank in einem Fußball aufbewahrt worden. Von Betäubungsmitteln im Gesamtwert von 4000 Euro war die Rede. Ein Polizist erlaubte sich eine persönliche Bemerkung: Den „körperlichen Verfall“ des Angeklagten seit 2017 finde er schlimm.

Der 23-Jährige hat jetzt das Ziel, eine Ausbildung zum medizinischen Fachangestellten zu machen, „um die rechte Hand des Arztes“ zu werden. Marihuana konsumiere er „einfach zum Entspannen, antwortete er auf die Frage der Richterin. Später sagte er: „Ich war etwas blind und habe den Respekt verloren, wie gefährlich das ist.“

Schon früher mit Gesetz in Konflikt gekommen

Vor dem jüngsten Verfahren war der Angeklagte schon zweimal mit dem Betäubungsmittelgesetz in Konflikt gekommen. Er sei „einschlägig vorbelastet“, formulierte der Staatsanwalt. Der Beschuldigte verkaufe Drogen, um seine Sucht zu finanzieren. „Mengen an Geld“ seien bewegt worden. Der Konsum sei auf Dauer angelegt, das sichergestellte Messer sei auch geeignet, Menschen zu verletzen. Sein Antrag: Ein Jahr und sieben Monate auf Bewährung.

Der Verteidiger hielt dem entgegen, sein Mandant habe gestanden und sei „fast nicht vorbelastet“. Das Messer sei nur für das Zerkleinern von Haschisch bestimmt gewesen. Er beantragte eine Strafe von zehn Monate auf Bewährung.

Während der Urteilsbegründung sagte Richterin Eichler, der Angeklagte habe die Polizei angeschwindelt und nicht die Wahrheit gesagt. Er stelle sich mit den Drogen selbst ein Bein. „Wenn Sie wollen, können Sie als cleveres Bürschchen mit beiden Beinen im Leben stehen“, gab sie ihm mit auf den Weg. Von Manfred Schaake

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