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Mehr Krankentage in Waldeck-Frankenberg

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Nicht nur wegen des Coronavirus, sondern auch aufgrund von anderen Infektionen liegen viele Menschen im Kreis Kassel derzeit flach.
Insgesamt lag der Krankenstand im Landkreis im ersten halben Jahr bei 4,9 Prozent und damit 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. (Symbolfoto) © Susann Prautsch/dpa

Die Zahl der Krankmeldungen ist in den ersten sechs Monaten des Jahres im Landkreis deutlich gestiegen im Vergleich zum Vorjahr, zumindest bei den DAK-Versicherten, wie jetzt eine Auswertung der Krankenversicherung zeigt.

Waldeck-Frankenberg – Während der Krankenstand gestiegen ist, zeigt eine Sonderauswertung der Kasse für Hessen aber auch einen deutlichen Rückgang seit dem Aufkommen von Corona: Bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Insgesamt lag der Krankenstand im Landkreis im ersten halben Jahr bei 4,9 Prozent und damit 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Das bedeutet: An jedem Tag bis Ende Juni waren durchschnittlich 49 von 1000 DAK-Versicherten Beschäftigten krankgeschrieben.

Den größten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr gab es laut Bericht im April mit einem Plus von 48 Prozent. Verantwortlich für den Anstieg der Fehltage im Landkreis waren vor allem Erkältungen. Bis Ende Juni kamen auf 100 Versicherte insgesamt 149 Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 44 Tage. Eine Zunahme um 238 Prozent.

„Parallel zu den Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen im März konnte sich eine ausgeprägte Erkältungswelle entwickeln. Sie wurde dazu noch von der hochansteckenden Omikron-Variante begleitet“, sagt Sabine Weinreich, DAK-Gesundheit in Korbach. Die Fehltage aufgrund von Corona sind um das Fünffache gestiegen: Statistisch gesehen kamen auf 100 Versicherte 53 Corona-Fehltage, 43 Tage mehr als im ersten Halbjahr 2021. In ganz Hessen gab es allerdings mehr Krankentage aufgrund von Corona: 61,1.

Die häufigsten Gründe fürs Krankschreiben in Waldeck-Frankenberg waren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, beispielsweise Rückenschmerzen. Es folgten Atemwegserkrankungen, dann psychische Erkrankungen und schließlich Verletzungen als häufigste Ursachen für Ausfälle.

Für das gesamte Bundesland hat die DAK zudem einen Kinder- und Jugendreport zum Thema Impfungen erstellt. Etwa 86 000 junge Menschen, die bei der DAK versichert sind – von Neugeborenen bis zu 17-Jährigen – wurden berücksichtigt. Das Ergebnis: Die Zahl der Impfungen sank von 2019 bis 2021 um elf Prozent. Bei einzelnen Impfungen gab es deutliche Rückgänge, so auch beim Vierfachschutz gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Poliomyelitis: Das Minus lag bei 29 Prozent.

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