Studie stellt Ideen vor: von Carsharing bis Nachbarschaftshilfe

Mehr Mobilität durch Mitfahr-Angebote

Vorstellung der Studie Mobilität auf dem Land: Regionalmanager und Klimaschutzmanager aus den beteiligten Regionen, Vertreter von Verkehrsgesellschaften und des Büros „Sustain“, das die Studie erstellte, sowie Frankenberges Bürgermeister Rüdiger Heß, weisen mit Karten auf ihre Mobilitätstudie hin. Darin wird Wert auf Umweltfreundlichkeit gelegt, deshalb stehen sie an der Elektro-Zapfsäule vor dem Frankenberger Rathaus.  Foto: Biedenbach

Waldeck-Frankenberg. Um es vorweg zu sagen: Die eine pauschale Lösung, die für mehr Mobilität auf dem Land sorgt, gibt es nicht. Gemeinsam haben sechs Regionen des EU-Förderprogramms Leader zwischen Gießen und Diemelstadt Möglichkeiten ausgelotet, wie Menschen auch ohne eigenes Auto mobil sein können. Jetzt stellten sie eine dazu in Auftrag gegebene Studie in Frankenberg vor.

„Es sind eher kleinere Projekte für kleine Teilräume“, resümierte Regionalmanager Stefan Schulte von der Region Burgwald-Ederbergland. In Cölbe-Schönstadt, wo viele Studenten und Akademiker wohnen, funktioniere bereits ein Carsharing-System: Elektroautos werden von mehreren Teilnehmern genutzt. In kleineren Dörfern seien die Menschen dafür meist nicht zu haben. Dort könnte ein Nachbarschafts-Mitnahme-System gut laufen – durch persönliche Absprache oder über eine Anwendung für Handy oder Computer wie das kostenfreie Mitfahrsystem flinc, das im Spessart erfolgreich erprobt werde, sagte Schulte. Für die Erstellung eines Mitfahrkonzeptes hat die Region Fördermittel beim Bundesumwelt-Ministerium beantragt.

Noch gebe es eine hohe Mobilität auf dem Land, sagte Alexander Sust vom Büro „sustain“, das die Studie erstellt hat. Denn die meisten Menschen seien im eigenen Auto unterwegs. Die Zahl der Älteren und sehr Alten werde steigen. Viele könnten künftig nicht mehr fahren oder sich ein Auto gar nicht mehr leisten. „Wir müssen jetzt Lösungen suchen“, sagte Sust. Es gehe darum, für Verhaltensänderung zu werben – etwa fürs Zusammenfahren, das billiger, umweltfreundlicher und geselliger sei.

Die Region Diemelsee-Nordwaldeck ist laut Regionalmanagerin Stefanie Koch bereits aktiv, indem sie Beratungen für die 68 Ortsbeiräte anbiete und dabei auch für das Thema Mobilität sensibilisiere.

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