Mehr als 16.000 schwerbehinderte Menschen leben in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der schwerbehinderten Menschen ist im Landkreis Waldeck-Frankenberg in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen - und zwar um mehr als 20 Prozent.

Das hat eine Auswertung der Krankenkasse „IKK classic“ anhand von Zahlen des Statistischen Landesamtes ergeben. Demnach sind mehr als 16 000 Menschen im Landkreis betroffen - das sind rund 10 Prozent der Bevölkerung.

„Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist die häufigste Ursache für eine Schwerbehinderung nicht eine angeborene Behinderung oder ein schwerer Unfall, sondern eine schwere Erkrankung“, sagt Gabriele Graf-Weber, Regionalgeschäftsführerin der IKK. Daher steige im Alter auch das Risiko, durch eine chronische Erkrankung schwerbehindert zu werden. Sei es durch einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, eine Krebserkrankung oder auch durch Diabetes.

Auch Gabriele Höh hat die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Menschen in einer solchen Situation Hilfe brauchen. Die Diplom-Sozialarbeiterin ist für den Integrationsfachdienst (IGF) Waldeck-Frankenberg tätig, der in Frankenberg sitzt und über den Kreisverband der Treffpunkte in der Illerstadt erreichbar ist. Die Fallzahlen würden zunehmen, der Beratungsbedarf steige, sagte sie der HNA. Zur Begleitung durch den IGF kommen in der Regel Menschen, die schwerbehindert sind und einen Arbeitsplatz haben; teilweise sind auch Arbeitssuchende mit Schwerbehinderung darunter. (mam)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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