Mehrere hundert neue Flüchtlinge erwartet - Unterbringung auch in Hallen

Notunterkunft: So wie in dieser Sporthalle in Berlin könnte es demnächst auch in Turnhallen in Waldeck-Frankenberg aussehen. Foto: dpa

Waldeck-Frankenberg: Der Landkreis bereitet sich auf die Ankunft von mehreren hundert Flüchtlingen vor. Die Kommunen prüfen nun Möglichkeiten der Unterbringung - auch in Hallen.

Weil das Land Hessen Zeltstädte, in denen Flüchtlinge bisher untergebracht sind, auflösen will, erwartet der Landkreis in der nächsten Woche „ein größeres Kontingent“ an Flüchtlingen. Genaue Zahlen gibt es noch nicht. Inoffiziell ist von 500 Menschen die Rede.

„Damit erhält das Thema der Unterbringung eine neue Qualität“, sagt Bad Arolsens Bürgermeister Jürgen van der Horst, „es geht nicht mehr nur darum, Wohnungen für wenige Flüchtlinge zu finden, sondern kurzfristig sehr viele Menschen unterzubringen.“ Und deswegen reagieren die heimischen Bürgermeister. Gemeinsam mit Klaus Friedrich (Korbach) und Dirk Junker (Hatzfeld) hat van der Horst für Montagmorgen eine Bürgermeisterrunde im Kreishaus einberufen.

Die Vorbereitungen allerdings laufen bereits: Denn schon am Donnerstagabend hat Landrat Dr. Reinhard Kubat die Kommunen Waldeck-Frankenbergs in drei Regionen - Nord, Mitte und Süd - unterteilt, in denen in enger Zusammenarbeit Möglichkeiten der Unterbringung sondiert werden sollen: Das bedeutet konkret: „In allen Rathäusern werden in diesen Tagen Hallen geprüft, ob sie sich zur Unterbringung von Flüchtlingen eignen“, erklärt Jürgen van der Horst, der für einen Teil der Nordkreiskommunen spricht. „Es ist uns wichtig, dass die Kommunen in dieser Frage mitentscheiden können.“

Sowohl Sporthallen der Städte und Gemeinden und des Kreises als auch gewerbliche Gebäude stehen dabei im Fokus, ergänzt Dirk Junker, der Sprecher der Südkreiskommunen. Zudem treffen auch Feuerwehr und DRK Vorbereitungen.

Von Theresa Demski

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