Menschen mit geistiger Behinderung wünschen sich mehr Verständnis

Kampf für Rechte: Die Theatergruppe des Lebenshilfe-Werks präsentierte während des Kongresses in Frankenau kurze Szenen zu den Themen Teilhabe und Inklusion. Fotos: Battefeld

Frankenau. Bei einem Teilhabekongress des Lebenshilfe-Werks Waldeck-Frankenberg ging es um die Wünsche und Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung.

Wie will ich wohnen? Was könnte am Arbeitsplatz besser laufen? Welche Freizeitangebote wünsche ich mir? Über diese und weitere Themen diskutierten jetzt rund 100 Menschen mit Behinderung beim einem Teilhabekongress in der Frankenauer Kellerwaldhalle, zu dem das Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg in Kooperation mit der Universität Kassel eingeladen hatte.

Die Veranstaltung erfolgte als ein Beitrag zu den Jubiläumsfeierlichkeiten zu 40 Jahre Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg. Die Teilnehmer trugen zusammen, wo es noch hakt im Alltag der Menschen mit Binderungen: „Ein großes Thema ist die Barrierefreiheit - sowohl am Arbeitsplatz als auch beim Wohnen“, sagte Philine Zölls von der Universität Kassel nach dem Kongress gegenüber der HNA.

Bemängelt worden sei außerdem, dass innerhalb der Wohngruppen und auch im Verhältnis zu den Betreuern oftmals keine Rücksicht aufeinander genommen würde und der Umgang manchmal etwas „ruppig“ sei.

Wunsch nach Partnerschaft

Weiterhin wünschten sich Menschen mit Behinderung mehr Verständnis für psychische Störungen und bessere Reisebedingungen. Ganz oben auf der Liste stehe auch der Wunsch nach einer Partnerschaft.

Die Ergebnisse sollten bis zum nächsten Semester aufgearbeitet werden, kündigte Philine Zölls an. Zudem solle - mit Einbindung einiger Kongressteilnehmer - eine Zeitschrift erstellt werden.

„Neue Weg gehen“ lautete das Motto der von Thomas Korte moderierten Tagung und bezog sich damit auf eines der Leitbilder, das sich das Lebenshilfe-Werk auf seine Fahnen geschrieben hat. „Wir sind nicht am Ende, sondern an einer Wegstrecke, die wir noch vor uns haben“, betonte der Geschäftsführer des Lebenshilfe-Werkes, Dr. Wolfgang Werner. (bs)

Mehr über den Kongress in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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