Ausblick auf den CDU-Bundesparteitag

Merkel-Nachfolge: Drei Waldeck-Frankenberger stimmen mit ab

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Eins, zwei oder drei: Friedrich Merz, Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer (von links) halten bei der CDU-Regionalkonferenz für Hessen und Thüringen Losnummern, mit denen die Reihenfolge der Redebeiträge festgelegt wird.

Waldeck-Frankenberg. Drei Delegierte entsendet der CDU-Kreisverband Waldeck-Frankenberg am 7. Dezember zum Bundesparteitag nach Hamburg. Dort wird über die Merkel-Nachfolge an der CDU-Spitze entschieden.

Die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg aus Bad Wildungen und Armin Schwarz aus Bad Arolsen sowie der frühere Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon aus Volkmarsen haben in Hamburg die historische Aufgabe mitzubestimmen, wer Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Spitze der Bundes-CDU ablösen wird und dann am Ende auch gute Chancen hat, Spitzenkandidat bei der nächsten Bundestagswahl zu werden.

Der Bundesparteitag der CDU in Hamburg gilt unter politischen Beobachtern vor allem deshalb als historisch, weil die Partei hier erstmals seit Jahrzehnten eine echte Auswahl aus mehreren Kandidaten hat und damit auch eine Richtungsentscheidung treffen kann, wie es am Ende mit der Ära Merkel – wann auch immer das sein mag – weitergehen soll.

Im Gespräch mit dieser Zeitung schilderten die drei Waldeck-Frankenberger Delegierten ihre Einschätzung der Lage: Aus Sicht von Thomas Viesehon sind die seit Wochen bekannten, aussichtsreichsten Kandidaten grundsätzlich alle qualifiziert für den Bundesvorsitz.

Allerdings hält Viesehon den aus Brilon stammenden Friedrich Merz eher für einen „Mann von gestern“ und seinen Gegenkandidaten Jens Spahn für den „Mann von morgen“. Generalsekretärin Annette Kramp-Karrenbauer sei hingegen „die richtige Frau für heute und jetzt“ an der Spitze der Bundes-CDU.

Der Landtagsabgeordnete Armin Schwarz macht keinen Hehl aus seinen Sympathien für Friedrich Merz: „Den kenne und schätze ich schon seit Jahren. Vor allem aber kommt’s auf die Inhalte an. Den werde ich wählen.“ Allerdings habe er im Kreisvorstand darauf hingewirkt, dass sich die CDU Waldeck-Frankenberg nicht auf einen Kandidaten festlegt: „Das würde nur für unnötige Verwirrung sorgen.“

Diese Vorgehensweise kommt auch der Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg entgegen, die sich vor dem Bundesparteitag nicht auf einen Kandidaten festlegen möchte.

Ausschließen könne sie aus heutiger Sicht lediglich Jens Spahn: „Der hatte zwar bei uns in Bad Wildungen einen guten Auftritt. Aber das ist der Mann der Zukunft..., noch nicht der Richtige für heute.“

Friedrich Merz sei im Landkreis gut bekannt und sehr beliebt: „Ich weiß, dass hier viele für ihn mitfiebern werden. Am Ende kommt es aber auf die Performance beim Parteitag an.“ 

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