In 70 Meter Höhe: Gerüst erreicht Spitze des Hainaer Kirchturms

Andreas Kuhr (links) und David Schlicht von der Gerüstbaufirma BSB stehen mit Gerüstteilen am Fuße der Kirchturmspitze, oben schraubt Kollege Ronny Köhler-Lehmann das Gerüst zusammen.

Haina-Kloster. Nun ist der Wetterhahn fast erreicht: Das Gerüst am Turm der Hainaer Klosterkirche ist an der Kirchturmspitze angekommen.

„Alles kaputt, nur der Wetterhahn sieht gut aus“, sagt Ronny Köhler-Lehmann. Er steht ganz oben auf dem Gerüst an der Kirchturmspitze der Hainaer Klosterkirche und sieht die Bescherung: zerbröckelnder Schiefer, marode Balken.

Hohes Gewicht: Das Gerüst ist zusätzlich am Kirchendach verankert, sonst würde es den Turm in Seitenlage bringen.

Mit seinen Kollegen Andreas Kuhr und David Schicht vom Spezial-Unternehmen aus Thüringen baut er Stufe für Stufe das Gerüst auf, bis es auf der rund 70 Meter hohen Spitze angelangt ist.

In den nächsten Tagen wollen sie fertig sein. Ein unabhängiger Gutachter überprüft Mitte nächster Woche die Statik, dann können Zimmerer und Dachdecker, die unten im Turm schon seit Sommer 2014 am Arbeiten sind, sich auch an die Sanierung der Kirchturmspitze machen.

Schwindelfrei muss sein

Die Gerüstteile transportieren die drei Thüringer mit einem Aufzug bis in etwas 50 Meter Höhe. Dann hieven sie die Teile mit einem Flaschenzug in die Höhe, wo Köhler-Lehmann sie verschraubt. 70 Meter Höhe, das ist für die drei Gerüstbauer kein Problem. „Schwindelfrei zu sein, ist Voraussetzung für diesen Job“, sagt Andreas Kuhr.

Das thüringische Unternehmen hat seinen Angaben nach schon Baugerüste an der Wartburg, am Schloss Neuschwanstein und derzeit am Kyffhäuser-Denkmal aufgestellt.

Während oben das Gerüst zur Kirchturmspitze wächst, sind weiter unten im Turm die Zimmerleute am Hämmern. Sie tauschen marode Holzteile aus, sanieren und stabilisieren den Turm von unten nach oben. Nur so hat das Bauwerk überhaupt die nötige Stabilität, um das schwere Gerüst zu tragen.

Von Martina Biedenbach

Warum die Sanierung nötig ist und weitere Informationen zu diesem Thema, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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