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Milder Herbst sorgt für anhaltenden Laubfall

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Von: Denise Dörries

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Markus Seibel, Mitarbeiter des Frankenberger Betriebshofs, sorgt am Ortseingang Friedrichshausen für einen sauberen Fahrradweg.
Markus Seibel, Mitarbeiter des Frankenberger Betriebshofs, sorgt am Ortseingang Friedrichshausen für einen sauberen Fahrradweg. © Denise Dörries

So schön es auch aussehen mag, wenn im Herbst die Bäume ihre Blätter verlieren, macht die Beseitigung von Laub doch viel Arbeit. Das wissen auch die Mitarbeiter des Betriebshofs der Stadt Frankenberg.

Frankenberg – Bei Nässe werden die vielen bunten Blätter auf Geh- und Fahrradwegen zur Gefahr. Der Betriebshof sorgt dafür, dass sich Verkehrsteilnehmer sicher von A nach B bewegen können.

„Momentan haben wir mit der Beseitigung von Laub täglich zu tun“, berichtet Betriebshofleiter Martin Hecker. Dazu habe das langanhaltende warme Wetter beigetragen, denn dies entschleunige die Vegetation. „Die Kälte, die für den November üblich ist, wäre besser, bei Frost fallen die Blätter schneller ab“, erklärt der Betriebshofleiter.

Martin Hecker Leiter Betriebshof Frankenberg
Martin Hecker Leiter Betriebshof Frankenberg © Cebula, Michael

Klimakrise sorgt für mehr Arbeit

Durch den milden Herbst seien die Mitarbeiter des Betriebshofs nun länger als üblich mit der Laubbeseitigung beschäftigt. „Das kann sich bis ins neue Jahr ziehen“, sagt Swen Jäger, stellvertretender Betriebshofleiter. Da die Stadt Frankenberg in den vergangenen Jahren viel neu gepflanzt habe, hätten sich die anfallenden Arbeiten generell vermehrt, wie Jäger berichtet: „Je grüner eine Stadt wird, desto mehr Arbeit haben wir.“

Allgemein habe sich der Arbeitsablauf des Betriebshofes durch die fortschreitende Klimakrise geändert, wie Jäger mitteilt. „Durch den trockenen Sommer waren die Mitarbeiter beispielsweise viel mit der Bewässerung der Grünflächen beschäftigt“.

Laub wird kompostiert und wiederverwendet

Der Betriebshof hat fünf Kolonnen mit jeweils zwei Mitarbeitern für die Laubbeseitigung eingerichtet. Drei kümmern sich um die Stadtteile und zwei um die Kernstadt selbst. „Am Ende des Tages komme ich so auf 10 bis 16 Kilometer Strecke, die ich vom Laub befreie“, sagt Mitarbeiter Markus Seibel.

Wie viel Laub am Ende tatsächlich zusammenkommt, kann Hecker pauschal nicht sagen, da das Gewicht von nassem und trockenem Laub unterschiedlich ausfällt. Er rechnet aber mit mehreren Tonnen. Der Betriebshof lagert das Laub auf einem separaten Platz. Ein Teil des Laubs kompostiert der Betriebshof selbst. Die Erde wird dann beispielsweise für den Friedhof oder für Erdlöcher auf Spielplätzen verwendet. Der andere Teil des Laubs wird in der Kompostanlage des Landkreises in Geismar kompostiert.

Viel zu tun: Mit dem Trecker befreit Markus Seibel, Mitarbeiter des Betriebshofs Frankenberg, den Fahrradweg am Ortseingang Friedrichshausen von Laub.
Viel zu tun: Mit dem Trecker befreit Markus Seibel, Mitarbeiter des Betriebshofs Frankenberg, den Fahrradweg am Ortseingang Friedrichshausen von Laub. © Denise Dörries

Neben Geh- und Fahrradwegen müssen die Blätter auch von den Grünflächen entfernt werden. „Wenn das Laub auf dem Rasen liegen bleibt, macht das den Rasen kaputt, weil kein Licht und keine Luft an das Gras kommen“, sagt Hecker. Ungewöhnlich für den November sei auch, dass der Betriebshof nochmals Rasen mähen muss. Auch hier ist das anhaltende warme Wetter schuld. (ded)

Entsorgungstipps

Ähnlich wie bei Schneefall gilt auch für das Laub im Herbst: Eigentümer müssen ihren Gehweg freihalten. Doch wohin mit den vielen Blättern? Martin Hecker vom Frankenberger Betriebshof empfiehlt, den Platz in der Grünen Tonne zu nutzen. Außerdem würde sich das Laub gut zum Kompostieren eignen. Hierzu gibt Hecker den Tipp, die Blätter immer mal wieder umzulagern. Mit der Zeit wird das Laub zu Erde. Eine andere Alternative, wenn die heimische Biotonne voll ist, ist der Service der Abfallwirtschaft des Landkreises. Hierzu bietet die Müllumladestation Geismar folgende Zeiten an: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 Uhr bis 13.30 Uhr. (ded)

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