Mitglieder des Deutschen Forstvereins tagten bei Viessmann

Austausch: Hans-Moritz von Harling (3. von rechts) stellte den Besuchern die Schauflächen der Kurzumtriebs-Plantage im Innenhof der Viessmann-Werke vor. Foto: nh

Allendorf-Eder. Die Viessmann-Akademie war Tagungsort für 20 Vertreter aus Verbänden, Institutionen und Unternehmen, die als institutionelle Mitglieder den Deutschen Forstverein fördern.

Stefan Heer, Chief Marketing Officer (CMO) der Viessmann-Group, stellte das Unternehmen vor, das sich in die drei Divisionen Heiz-, Industrie- und Kühlsysteme gliedert. „Als Familienunternehmen legt Viessmann besonderen Wert auf verantwortungsvolles und langfristig angelegtes Handeln“, sagte Stefan Heer. „Die Nachhaltigkeit ist in unseren Unternehmensgrundsätzen fest verankert“.

Wichtiger Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie ist das Projekt „Effizienz Plus“. Damit hat Viessmann durch Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien seit 2006 den Verbrauch fossiler Energien um mehr als zwei Drittel und die CO2-Emissionen um 80 Prozent gesenkt. Bedeutenden Anteil daran haben die werkseigenen Kurzumtriebsplantagen und zwei Biogasanlagen.

Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins, stellte die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur vor. Danach hat seit Bestehen der Bundesrepublik die Waldfläche trotz steigenden Verbrauchs durch Straßen- und Siedlungsflächen zugenommen. Mit einer Fläche von insgesamt 11,4 Millionen Hektar beträgt der Waldanteil heute in Deutschland 32 Prozent. „Im deutschen Wald stehen ca. 90 Milliarden Bäume, das sind über 1000 Bäume pro Einwohner,“ erläuterte Wilke. Diese Menge entspreche einem Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmetern. Damit sei Deutschland das holzreichste Land Europas. „Die Forstwirtschaft in Deutschland ist nachhaltig, naturnah und vorbildlich“, sagte Wilke, „es wäre zu wünschen, dass diese praktizierte Nachhaltigkeit auch in anderen Lebensbereichen und Wirtschaftszweigen mehr Anwendung fände - so wie es bei den Viessmann Werken vorbildlich umgesetzt wird.“

Zum Abschluss hatten die Gäste Gelegenheit, sich unter Führung von Diplom-Forstwirt Hans-Moritz von Harling, Projektleiter für Biomasse, das Projekt „Effizienz Plus“ in der Praxis anzusehen. Besichtigt wurden unter anderem die Energiezentrale und eine Kurzumtriebsplantage. (nh/off)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Montag-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.