Lüftungsgeräten waren Thema im Kreistag

Landrat zieht Bilanz: Mobile Luftfilter an 23 Schulen in Waldeck-Frankenberg

Ein mobiles Luftfiltergerät steht auf diesem Symbolbild in einem Klassenraum.
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Ein mobiles Luftfiltergerät steht auf diesem Symbolbild in einem Klassenraum.

Wie sieht es aktuell und für das neue Schuljahr mit Luftfiltergeräten in den Schulen in Waldeck-Frankenberg aus? Darum ging es angesichts der Corona-Pandemie im Kreistag.

Waldeck-Frankenberg – Die Sitzung fand zum zweiten Mal in Folge in der Mehrzweckhalle in Allendorf/Eder statt. Die Luftfilter waren Thema in der Fragestunde zu Beginn der Sitzung. Die Fragen dazu kamen von FDP, Grünen und Freien Wählern, die Antworten von Landrat Dr. Reinhard Kubat.

Die Finanzierung

Kubat berichtete, dass das Land dem Kreis rund 1,86 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen an Schulen und Kitas zur Verfügung gestellt hatte. Inklusive eines Eigenanteils hätten insgesamt fast 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestanden. Davon seien 667 000 Euro an die Städte und Gemeinden im Landkreis für deren Kindergärten gegangen sowie 452 000 Euro an die Schulen zur Verwendung in eigener Verantwortung: „Davon konnten unter anderem Luftreinigungsgeräte beschafft werden“, sagte Kubat. Die übrigen 1,367 Millionen Euro seien vom Kreis an den Schulen für stationäre Lüftungsgeräte, für Zusatzreinigungen, OP-Masken und neue Fenster und Türen verwendet worden.

Mobile Luftfilter

23 Schulen im Landkreis hätten von dem Geld für insgesamt 125 000 Euro eigenverantwortlich mobile Luftreinigungsgeräte gekauft, berichtete der Landrat.

Er verwies auf fachliche Empfehlungen aus der Kultusministerkonferenz von September 2020, „dass der Einsatz mobiler Geräte grundsätzlich nicht nötig sei, wo Räume über Fenster gelüftet werden könnten“. Lediglich in Räumen, deren Fenster zum Beispiel nicht komplett geöffnet werden könnten, könne der Einsatz mobiler Luftfilter „flankierend sinnvoll sein“.

Stationäre Luftfilter

Seitens des Landkreises wurden elf stationäre Geräte zur Luftreinigung in Schulen angeschafft, berichtete Kubat. Dies sei grundsätzlich nur für Unterrichtsräume mit besonderer Aerosolbelastung wie Musik- und Prüfungsräume sowie für Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit in Betracht gezogen worden. Die stationären Geräte seien „leistungsfähig, aber auch raumeinschränkend“, so Kubat.

Perspektive

Derzeit plane der Landkreis für die Luftreinigung zunächst keine weiteren Maßnahmen im Sommer – bei künftigen Sanierungen und Neubauten an Schulen werde im Einzelfall aber der Einbau von Lüftungsanlagen geprüft. Aktuell sei auch nicht geplant, weitere mobile Luftreinigungsgeräte aus dem Kreishaushalt oder sonstigen Förderprogrammen zu beschaffen. Die Schulen könnten diese Geräte aber selbst kaufen und dafür auf ihr Schulbudget zurückgreifen, so Kubat.

Grundsätzlich gelte nach wie vor, betonte der Landrat abschließend: „Um die generelle Luftqualität in den Schulen zu verbessern, sollte vor Ort das schuleigene Hygienekonzept beherzigt werden, und die Klassen sollten während des Schulbetriebs regelmäßig gelüftet werden.“

Der Landkreis wolle die Auswirkungen der Pandemie so gering wie möglich halten, sagte Kubat und erinnerte daran, dass zum Beispiel die Mitarbeiter an den Schulen vom Kreis mit Masken ausgestattet worden seien und dass der Landkreis vor wenigen Tagen mit Impfungen in den Schulen für Schüler ab 12 Jahren begonnen habe.

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