96 Biontech-Dosen in Goddelsheim verabreicht

Lichtenfels: Corona-Schutzimpfung in der Mehrzweckhalle

Piks in den Oberarm: Anneliese Röhle (83) aus Goddelsheim erhält die Impfung von Ralf Wittwer.
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Piks in den Oberarm: Anneliese Röhle (83) aus Goddelsheim erhält die Impfung von Ralf Wittwer.

Die Stadt Lichtenfels hatte für ihre Seniorinnen und Senioren, die 80 Jahre und älter sind, am Samstag einen Termin zur Corona-Schutzimpfung organisiert.

Goddelsheim - In der Mehrzweckhalle in Goddelsheim gingen um 9 Uhr die Türen auf, und die ersten Impfwilligen kamen herein. In zwei Pavillons gab es dann die von vielen lang ersehnte Spritze in den Oberarm. Das erledigte Ralf Wittwer, Arzt aus Waldeck-Sachsenhausen. Er stellte sich kurz vor, fragte nach dem Befinden seines Gegenübers und möglichen Beschwerden oder Symptomen. Nach der Impfung wechselte er in den zweiten Raum und es ging mit dem nächsten Patienten weiter.

Die Geimpften gingen dann zur Erfassung ihrer Daten in elektronischer Form, als persönliche Dokumentation und auch zur Gesamtdokumentation für das Robert-Koch-Institut (RKI). Das erledigten Mitarbeiter des Gesundheitsamts und der Bundeswehr. Dann sollten sich die Geimpften noch eine Viertelstunde in einem Nebenraum aufhalten, um sicher zu gehen, dass es ihnen gut geht. Es komme gelegentlich vor, dass sich Geimpfte am Folgetag etwas schlapp fühlten, erklärte der Arzt. Das sei völlig normal und ein gutes Zeichen, nämlich, dass die Impfung wirke.

Der Impfstoff der Marke Biontech lagerte in einem Kühlgefäß bei zwei Grad Celsius. Apotheker Ji Heon Hann aus Korbach zog ihn in die Spritzen und verdünnte das Ganze mit Kochsalzlösung in einem bestimmten Verhältnis. Wenn er eine gewisse Anzahl fertig hatte, holte eine Assistentin die Dosen ab und brachte sie in die Impfräume.

Von den 291 über 80-Jährigen der Stadt Lichtenfels waren 96 Personen im Impfzentrum angemeldet und sollten bis 14 Uhr fertig sein. Man plante mit zwei Minuten pro Impfung. Für den Fall, dass Impfstoff übrig sein sollte oder Personen nicht eintrafen, gab es eine Liste mit Namen, die dann angerufen werden und nachrücken konnten.

Bürgermeister Henning Scheele war sehr zufrieden mit der Lösung, auch in kommunalen Zentren impfen zu können. Er hatte sich in Wiesbaden dafür stark gemacht und Unterstützung vom Landkreis dabei erhalten. Scheele war mit der Impfaktion zufrieden und versorgte zwischendurch die Mitarbeiter mit Getränken. Auch Landrat Dr. Reinhard Kubat überzeugte sich vor Ort von dem reibungslosen Ablauf.

Am Samstag wurde außerdem an weiteren Orten im Landkreis geimpft. Mehr als 600 über 80-Jährige und im Gesundheitswesen Tätige haben nach Angaben von Landrat Kubat die Gelegenheit genutzt, sich gegen den Ausbruch von Corona impfen zu lassen. Im Korbacher Impfzentrum waren die niedergelassenen Ärzte und deren Mitarbeiter an der Reihe.

Von Hans Peter Osterhold

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