Modelleisenbahnfreunde kamen zu Viessmann nach Reddighausen

Leidenschaft verbindet: Firmeninhaber Wieland Viessmann (rechts) freut sich besonders, wenn junge Leute sich für Modelleisenbahnen begeistern. So wie Tim Hackler (links) aus Bad Laasphe und Chris Fornasier (Mitte) aus Birkelbach. Foto: Ziermann

Reddighausen. „Mich hat die Leidenschaft gepackt, als ich in der zweiten Klasse mal mit einem Freund bei seinem Opa war. Der hatte ein ganzes Zimmer voll mit Schienen und Zügen", erzählt Chris Fornasier.

Der 18-Jährige ist auch zehn Jahre später noch begeistert von den Miniaturwelten und deswegen zum 2. Internationalen Tag der Modelleisenbahn extra aus Birkelbach zur Modellbau-Firma Viessmann nach Reddighausen gefahren.

Über das Interesse der jungen Gäste freute sich Inhaber Wieland Viessmann besonders. Er erklärt: „Modelleisenbahnen sind in den letzten Jahren leider zu einem Hobby für Freaks geworden. Die Industrie hat immer detailverliebter und immer teurer produziert.“ Dadurch seien die Bahnen aus den Kinderzimmern zunehmend verschwunden.

„Da kann man eine Menge Geld ausgeben“, bestätigt Chris mit einem Lachen. Ihn konnte das aber nicht von seiner Leidenschaft abbringen. Er hat über das Werkeln an Modellen auch schon Freundschaften geschlossen - zum Beispiel mit Tim Hackler. Den 15-Jährigen aus Bad Laasphe lernte er beim Heimatmuseum Erndtebrück kennen. „Da haben wir auf dem Dachboden über 20 Quadratmeter Platz für die Eisenbahnen“, berichtet Tim. Er hat zu Hause auch noch ein kleines Zimmer dafür - Chris muss sie unter seinem Bett verstauen.

Bei dem Aktionstag gehörten die beiden zu den wenigen jungen Leuten, die sich unter die große Zahl der Eisenbahn-Enthusiasten mischten, die schon seit Jahrzehnten dabei sind. „Natürlich sind heute viele Stammkunden hier“, sagt Viessmann. So wie Horst Miele von den Eisenbahnfreunden Nuhnetal. Sein Weg war programmiert: Als sein Vater bei der Bahn arbeitete, sprang der Hallenberger als kleines Kind noch auf den letzten Dampflokomotiven herum. Als junger Erwachsener begann Miele dann, einen großen Teil seiner Freizeit in die Modelleisenbahnen zu investieren. „Das gibt mir Ruhe und Zufriedenheit“, sagt er. Miele betont, dass unter seinen Modellbahn-Freunden neben Nietenzählern (also Perfektionisten) auch Spielkinder sind. Die Nuhnetaler bauen seit einigen Jahren in Bromskirchen.

Nachwuchsprobleme gibt es auch bei ihnen. Um die zu beheben, hat Wieland Viessmanns Sohn Matthias den Internationalen Tag der Modelleisenbahn mit initiiert. „Wir wollen die Kinder wieder mehr ansprechen. Da machen mittlerweile auch Märklin und Co. mit“, so Viessmann.

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