Bund fördert 18 deutsche Landkreise

150.000 Euro fürs Ehrenamt: Modellprojekt startet in Waldeck-Frankenberg

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urn:newsml:dpa.com:20090101:191204-99-08255

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg startet ein Modellprojekt des Bundes, dass das Ehrenamt stärken soll. Ehrenamtliche Arbeit soll einfacher und attraktiver gemacht werden. 

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg erhält vom Bund für die nächsten drei Jahre jährlich bis zu 150.000 Euro, um das Ehrenamt im Landkreis zu stärken. Das Modellprojekt, das kurz vor dem „Tag des Ehrenamts“ (5. Dezember) in 18 ausgewählten Landkreisen gestartet wurde, nennt sich „Hauptamt stärkt Ehrenamt“. 

Es soll ehrenamtliche Arbeit durch weniger Bürokratie und mehr Unterstützung einfacher und attraktiver machen, teilt das zuständige Bundeslandwirtschaftsministeriums mit. Koordinator des Verbundprojektes ist der Deutsche Landkreistag. Waldeck-Frankenberg ist der einzige ausgewählte Landkreis in Hessen.

Es gehe darum, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, sagt Ministerin Julia Klöckner. „In ländlichen Regionen kann ein lebendiges und vielfältiges Angebot entscheidend sein bei der Frage: Gehe oder bleibe ich?“

Projekt erprobt Strukturen zur Stärkung und Begleitung des Ehrenamts

In dem Projekt werde erprobt, wie auf Landkreisebene erfolgversprechende und nachhaltige Strukturen zur Stärkung und Begleitung des Ehrenamts aufgebaut und verbessert werden können. Etwa, indem Verantwortlichen in Vereinen hauptamtliche Strukturen zur Seite gestellt werden, wenn es um die Bewältigung von Rechts- und Finanzfragen geht. Aus den Erkenntnissen soll ein Leitfaden erarbeitet werden, der anderen Landkreisen hilft, hauptamtliche Strukturen zur Stärkung des Ehrenamts auf- und auszubauen.

In Waldeck-Frankenberg sollen bisherige Unterstützungsangebote ergänzt werden, teilte der Kreis mit. Zusammen mit Vereinen sollen neue Konstellationen ausprobiert werden, um der Vorstands- und Nachwuchsproblematik entgegenzuwirken.

Veranstaltungen, Vereinssprechstunde und Materialien

Ein Ziel sei, mit Veranstaltungen, einer Vereinssprechstunde und Materialien „eine solide Wissensgrundlage für Ehrenamtliche zu schaffen“. Beim Fachdienst Dorf- und Regionalverwaltung soll eine zentrale Anlaufstelle für Fragen im Bereich des Ehrenamts installiert werden.

„Anstatt eine herkömmliche Ehrenamtsagentur aufzubauen, setzt der Kreis auf die unmittelbare Verbindung von Politik, Verwaltung und Ehrenamt“, teilte die Kreisverwaltung mit. Sie will im Januar bei einem Pressetermin ausführlicher über das Modellprojekt informieren.

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