Möbelhaus Hinkel schließt nach 30 Jahren

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Abschied: Der 79-jährige Friedhelm Hinkel sitzt auf einer Ledercouch im Möbelhaus Hinkel – das Traditionsunternehmen in Simtshausen schließt nach 30 Jahren. Derzeit findet ein Räumungsverkauf statt.

Simtshausen. Nach 30 Jahren endet eine Ära im Landkreis: Das Möbelhaus Hinkel schließt, weil Inhaber Friedhelm Hinkel keinen Nachfolger gefunden hat.

„Die Schließung tut mir sehr weh. Es ist mein Lebenswerk“, sagt Friedrich Hinkel. Er ist mit seinen 79 Jahren ein „alter Hase“ im Möbel-Geschäft, bewegt sich seit Jahrzehnten in der Branche - und eröffnete vor 30 Jahren das Möbelhaus Hinkel in Simtshausen.

Doch Hinkel will nicht mehr: Die Branche habe sich stark verändert, kleine und mittelständische Häuser hätten mit der aktuellen Marktsituation zu kämpfen.

„Es kann sein, dass die großen Häuser noch ein Plus einfahren“, sagt Hinkel. Die kleinen aber nicht mehr. Der gesamte Möbelhandel sei abhängig „vom Standort, vom Konsumklima - und vom Personal. Ich hatte zum Glück sehr gutes - aber in der Branche ist Fachpersonal rar“, sagt Hinkel.

Zu Umsatz-Rückgängen sei es in den vergangenen Jahren gekommen - „auch wegen der Lichterkette an der Bundesstraße“, sagt Hinkel und meint damit die fest installierten Blitzer. „Viele Kunden haben gesagt, dass sie deswegen nicht mehr kommen.“

Die Rückgänge seien aber nicht der alleinige Grund gewesen, das Haus zu schließen. „Ich will einfach nicht mehr.“ Der Entschluss sei über Jahre gereift.

„Das Haus würde weiter bestehen, wenn ich einen Nachfolger gefunden hätte“, ist er sich sicher. Mehr dazu und der Zukunft der Immobilie lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Von Andreas Schmidt

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