Einschränkungen wegen Corona

Kritik an neuen Regeln für Müllanlieferungen in Geismar

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Ein Container der Mülldeponie: Elektroschrott darf abgeliefert werden, Sperrmüll aber nicht.

Seit dem 4. Mai hat die Mülldeponie des Landkreises in Geismar wieder geöffnet. Wegen der Corona-Pandemie allerdings mit Einschränkungen. Das sorgt mitunter für Ärger. 

Eine HNA-Leserin (66) hat sich bei der Redaktion über die Abfalldeponie des Landkreises in Geismar beschwert. Sie habe dort abgebrochene Steine einer privaten Baustelle abliefern wollen. Da es „dicke Brocken“ gewesen seien, habe sie einen jungen Mann mitgenommen, der ihr beim Abladen helfen sollte. Doch das sei nicht erlaubt worden, weil derzeit wegen der Corona-Einschränkungen pro Fahrzeug nur eine Person auf das Gelände der Deponie dürfe.

„Wo ist da die Gefahr, sich mit dem Virus anzustecken?“, fragt die 66-Jährige. „Da kommt man doch mit niemand anderem in Berührung.“ Und warum dürfe man Elektromüll abliefern, Sperrmüll aber nicht, fragt sie. „Das ist unlogisch.“

Ein Mitarbeiter der Deponie habe ihr empfohlen, für den Bauschutt einen Container nach Hause zu bestellen, berichtet sie empört. Der Landkreis sollte als Betreiber der Deponie doch eigentlich ein Dienstleister sein, findet sie.

Das sagt der Landkreis

Die HNA hat bei der Kreisverwaltung dazu nachgefragt. Die Wiederöffnung der Abfallanlage in Geismar am 4. Mai sei „gut angelaufen“, berichtet Pressesprecherin Ann-Katrin Heimbuchner. „Natürlich gelten auch hier entsprechende Einschränkungen aufgrund des Infektionsschutzes.“

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft habe deshalb für seine Anlagen ein entsprechendes Hygienekonzept erstellt: Um das Infektionsrisiko für Kunden und Mitarbeiter an den Abfallanlagen zu verringern, dürfen sich maximal vier Abfallanlieferer auf dem jeweiligen Gelände befinden – und nicht mehr als eine Person pro Entladestelle. Der Einlass werde entsprechend an den Toren von einem Mitarbeiter geregelt. Pro Fahrzeug dürfe nur eine Person auf das Gelände gelangen. Heimbuchner: „Daraus ergibt sich, dass nur solche Abfälle angeliefert werden können, die allein entladen werden können.“

Zudem sollen alle Anlieferer einen Mundschutz tragen und den geltenden Sicherheitsabstand dringend einhalten.

Servicetelefon für Kunden

Der Eigenbetrieb des Landkreises berate Kunden auch über sein Servicetelefon unter 06451/743 746. „Nahezu alle Anrufer zeigen Verständnis für die Sicherheitseinschränkungen zum Infektionsschutz, die gleichermaßen ihnen selbst wie den Mitarbeitern der Abfallanlagen zu Gute kommen“, heißt es seitens des Landkreises.

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