Münchhäuser Parlament macht Weg frei für sieben Windräder

Sollen gebaut werden: Windräder wie dieses bei Ernsthausen sind in Niederasphe und im Oberaspher Wald geplant. Foto: Koelschtzky

Münchhausen. Sieben Windräder will die Gemeinde Münchhausen gemeinsam mit der Firma Krug Energie und der Waldeck-Frankenberger VEW bauen: Fünf am Hochbehälter Niederasphe und zwei am ehemaligen Bundeswehrdepot im Oberaspher Wald.

Der Bebauungsplan wurde im Parlament einstimmig beschlossen.

Damit entscheide sich die Gemeinde für zwei der ursprünglich fünf im alten Regionalplan vorgesehenen Vorrangflächen, erklärte Bürgermeister Peter Funk.

Die Fläche neben dem Windpark Ernsthausen sei vom Land wegen eines Mopsfledermaus-Vorkommens abgelehnt worden (HNA berichtete), weitere Flächen rund um Niederasphe würden von den Einwohnern abgelehnt.

Das plötzliche Auftauchen der besonders schützenswerten Mopsfledermaus in bisher von Land und Regierungspräsidium bevorzugten Gebieten erklärt Stefan Kieweg von der VEW damit, dass erst jetzt Waldgebiete als Windkraftstandorte untersucht würden.

„Bis 2011 war das in Hessen ja kein Thema.“ Seine Gesellschaft, die von der kommunalen Energie Waldeck-Frankenberg und dem süddeutschen Thüga-Konzern getragen wird, will auf den verbleibenden Flächen mit Gemeinde und der Firma Krug bauen.

Für die Firma Krug stellte Hans-Herrmann Zacharias das Konzept vor: Der Konzern hat neben einer Immobiliengesellschaft seit 2010 eine Energiesparte und investiert in Projekte rund um erneuerbare Energien in der Region. Auch am Photovoltaikpark im ehemaligen Depot hält die Firma den größten Anteil. „Wir planen aber keine Ausbreitung. Es geht Krug um erneuerbare Energien in der Region“, betonte Zacharias.

Einstimmig verabschiedete das Parlament eine Änderung des Bebauungsplanes für die Fläche am Hochbehälter Niederasphe, die nun einen Radius von 600 Metern um die geplanten fünf Standorte umfasst. „Das ist der Mindestabstand zu anderen Windkraftanlagen, damit diese sich nicht gegenseitig den Wind wegnehmen und unrentabel werden“, erklärte Funk. Auch die zweijährige Veränderungssperre für den Bereich wurde einstimmig beschlossen. „Mit den ganzen Prüfungen, Gutachten und Auflagen, die sich zudem ständig ändern, und dem noch ausstehenden Teilregionalplan Energie, ist die Errichtung von Windrädern eine langwierige Angelegenheit“, meinte Funk. (ky)

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