Vokal- und Bläsermusik

Musikalische Weihnacht in Bad Arolser Kirchengemeinde auf Video

Weihnachtsprojekt in Corona-Zeiten: Jan Knobbe dirigiert Tonaufnahmen mit vier Gospel-Sängerinnen in der Helser Kirche.
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Weihnachtsprojekt in Corona-Zeiten: Jan Knobbe dirigiert Tonaufnahmen mit vier Gospel-Sängerinnen in der Helser Kirche.

Weihnachtsmusik produzieren Bezirkskantor Jan Knobbe und seine Vokal- und Instrumentalensembles in Corona-Zeiten auf Video.

Bad Arolsen – Mitglieder von vier Chören der Martin-Luther-Gemeinde sind in diesen Tagen in ungewöhnlicher Mission unterwegs. Statt wie in allen anderen Jahren in Gottesdiensten und Konzerten oder auf Weihnachtsmärkten zu musizieren, treffen sie sich jetzt maximal zu viert und nehmen ein weihnachtliches Video auf.

Draußen und mit Abstand

In diesem Jahr haben die Chöre schon viel durchgemacht und sich dabei jeder neuen Situation erfolgreich angepasst: Im Sommer wurde draußen, auf Abstand und in verkleinerten Gruppen geprobt. Im Herbst durften dann auch große Innenräume wie die Kirchen genutzt werden.

Dabei wurden die Abstände wiederum vergrößert, Gruppen mussten erneut geteilt werden und nach kurzen Probenintervallen mussten Lüftungspausen eingelegt werden.

Hygienekonzept der Landeskirche

Seit Anfang November ist es auch für die Musizierenden wieder viel strenger geworden. Das Hygienekonzept der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck lässt immerhin Musik im Gottesdienst - ausgeführt von maximal vier Menschen - und eine kurze vorhergehende Probe zu.

Das brachte die Mitglieder des Bad Arolser Posaunenchores, des Flötenensembles, des Gospelchores Joy&Glory und des Kammerchores Jubilate und ihren Leiter Jan Knobbe auf die Idee, für die Weihnachtsgottesdienste einen musikalischen Gruß zu erstellen und dann per Video vorzuführen.

Kein Auftritt wie sonst an Heiligabend

Denn keiner der Chöre wird an Heiligabend in gewohnter Weise auftreten können. Nun treffen sich ca. 80 Mitglieder der vier Gruppen in kleinsten Formationen von drei bis vier Menschen für jeweils 20 Minuten in der Helser Kirche.

Dann werden die Stimmen von zwei kurzen Weihnachtsliedern eingesungen bzw. eingespielt, dazu kommen ein paar Videoaufnahmen. Bevor die nächste Kleingruppe kommt, wird die Kirche kräftig gelüftet.

Bestens vorbereitet

Um das Pensum in 20 Minuten zu schaffen, muss alles optimal vorbereitet sein: Alle Mitwirkenden haben sich mit den Noten vertraut gemacht und dabei auch speziell erstellte Musikclips zu Hilfe genommen.

Der Ohrhörer liefert die Klavierbegleitung: Sänger alle im gleichen Tempo.

Die Mikrofone (jeder Musizierende bekommt einen eigenen Kanal) sind quasi schon scharf gestellt, die Aussteuerung vorbereitet und Notenständer, Noten und Beleuchtung stehen bereit. Per Kopfhörer bekommen die Musizierenden eine Klavierversion des Liedes eingespielt, die später nicht zu hören sein wird.

Wie in einem Tonstudio

So wird aber garantiert, dass sie das exakt gleiche Tempo haben, wie die Gruppe, die etwa am Tag oder in der Woche zuvor aufgenommen hat: Eine Arbeit fast wie im professionellen Tonstudio.

Die Sängerinnen und Sänger des Gospelchores haben sich mit dieser Arbeitsweise schon im Sommer vertraut gemacht, als ein flotter Gospelsong mit einem corona-aktualisierten Text erschien (bei vimeo.com „Gospelchor Pandemiesommer“ eingeben).

Noch viele Ideen

Und allen Mitgliedern der Bad Arolser Chöre ist klar, dass es notfalls nach Weihnachten einer weiteren Produktion dieser Art bedarf, bevor im Frühsommer wieder draußen und mit besonderer Motivation weitermusiziert wird. Jan Knobbe versichert: „Ideen sind jedenfalls schon da!“  (kn)

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