Nach 15-monatiger Bauzeit: Neues Schulzentrum für Pflegeberufe

Ort zum Lernen und Wohnen

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Neubau: Mit Gesamtkosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro ist in der Forststraße in Frankenberg ein Schulzentrum für Pflegeberufe mit integriertem Wohnheim entstanden. Die Bauzeit betrug nur 15 Monate. Fotos:

Keine Frage: Für das Kreiskrankenhaus in Frankenberg und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg als Träger war der 16. November 2018 ein guter und denkwürdiger Tag.

Download der Sonderseite Pflegeschule am Kreiskrankenhaus als PDF

Und ein enorm wichtiger dazu: Nach genau 15-monatiger Bauzeit wurde das neue Schulzentrum für Pflegeberufe mit integriertem Wohnheim an der Frankenberger Klinik fertiggestellt. Dort soll Wissen ausgetauscht werden – und in exzellenter Lage kann dort auch gewohnt werden. „Schneller kann man so einen Bau nicht erstellen. Das war eine logistische Meisterleistung“, so Horst Cronau, der technische Leiter des Krankenhauses.

Junge Talente ausbilden

Das Generalunternehmen Finger-Haus übergab bei dem Festakt den symbolischen Schlüssel an Landrat Dr. Reinhard Kubat, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates des Krankenhauses. In dem neuen Schulzentrum in der Forststraße sollen demnächst insbesondere die „jungen Talente“ des Krankenhauses ausgebildet werden – im Wohnheim können sie sich auch um einen Platz bewerben. Am Kreiskrankenhaus in Frankenberg werden in drei Jahrgängen derzeit 74 Krankenschwesternschülerinnen und Krankenpflegerschüler ausgebildet. Die Gesamtkosten des Projekts einschließlich Einrichtung: 5,5 Millionen Euro. Die Wertschöpfung blieb durch die Beteiligung von heimischen Firmen fast ausschließlich in der Region.

Die wichtigsten Stationen des Neubaus: Am 15. August 2017 war Spatenstich, am 11. April 2018 Richtfest. Das Besondere an dem neuen Gebäude: Das 47 Meter lange, 13 Meter breite und 16,5 Meter hohe Schulzentrum mit 6500 Kubikmetern umbautem Raum und einer Bruttogeschossfläche von 2200 Quadratmetern musste in den Goßberg hinein in Fels gebaut werden – 800 Lastwagen-Ladungen mit Steinen mussten vor Baubeginn abgetragen und abtransportiert werden.

Bei dem Schulzentrum mit Wohnheim handelt es sich um ein dreistöckiges Gebäude in Hybridbauweise – eine Kombination aus Stahl-Beton und Holzrahmenbau. Die Wände waren von Finger-Haus im Werk vorgefertigt worden. In den beiden oberen Stockwerken mit teilweise wunderbarem Panoramablick auf die Stadt und das Frankenberger Land gibt es zwölf Zimmer und 16 Appartements – die voll möblierten Zimmer mit Waschbecken, Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche sind knapp 18 Quadratmeter groß, die jeweils 30 Quadratmeter großen Appartements haben einen Wohn-Schlafbereich, Küchenzeile und Badezimmer. In der unteren Etage sind die Räume der Pflegeschule, dort können vier Kurse gleichzeitig unterrichtet werden. Es gibt auch einen Aufzug, für die Beleuchtung wurde modernste LED-Rechnik verwendet. Die Fernwärmeversorgung erfolgt über das Blockheizkraftwerk des Krankenhauses.

Austausch von Ideen

Die neuen Räumlichkeiten in dem Schulzentrum sind großzügig, hell und lichtdurchflutet. Die jeweils 62 Quadratmeter großen Klassenräume mit neuen Stühlen und Tischen sind unter anderem mit Activeboards ausgestattet, die vom Förderverein des Krankenhauses gesponsert wurden. Zudem gibt es auch noch eine kleine Bibliothek und einen Seminrarraum als inspirierenden Treffpunkt. Der Seminarraum soll nicht nur den Austausch von Ideen fördern, sondern auch für ein dynamisches Miteinander sorgen. Zur modernen Technik und Ausstattung gehört auch ein Skillls-Lab-Room – in dieser Übungseinrichtung können die Schülerinnen und Schüler am „Pflege-Dummy“ gezielt praktische, medizinische Szenarien üben.

Noch etwas Besonderes: Der rund 1000 Quadratmeter große Hang wurde mit einer Nassansaat mit kaum pflegbedürftigen Gräsern und Kräutern befestigt. Und sollte das Gebäude einmal zu klein werden, kann es um eine Etage noch aufgestockt werden. (mjx)

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