Ball liegt bei der CDU

Nach der Kommunalwahl stehen in Willingen viele Gespräche an

Die Kräfteverhältnisse im Parlament haben sich im Vergleich zur vorigen Wahlperiode etwas verschoben – an der Zusammenarbeit in den „Upländer Verhältnissen“ erwarten die Spitzenkandidaten aber wenig Änderung.
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Die Kräfteverhältnisse im Parlament haben sich im Vergleich zur vorigen Wahlperiode etwas verschoben – an der Zusammenarbeit in den „Upländer Verhältnissen“ erwarten die Spitzenkandidaten aber wenig Änderung.

Bleibt es nach der Kommunalwahl bei den „Upländer Verhältnissen“ oder ergeben sich neue Zusammenarbeiten? In Willingen stehen Gespräche an.

Willingen (Upland) – Alles in allem liege das Ergebnis der CDU bei der Kommunalwahl in Willingen „im Rahmen“ sagt Spitzenkandidat Jochen Schmitt: Gerne hätten die Christdemokraten einen zusätzlichen Sitz erobert, mit leichten Verlusten halten sie ihre zehn Mandate und bleiben stärkste Fraktion. Dahinter verschieben sich die Kräfte etwas, doch Schmitt glaubt nicht, dass dies etwas wesentliches an der Zusammenarbeit im Parlament ändern wird. Als stärkste Fraktion ginge die CDU jetzt in Gespräche, personelle Fragen seien nun Verhandlungssache, die CDU möchte ihn selbst und Friedrich Pohlmann in den Gemeindevorstand schicken.

„Wir sind dankbar und glücklich, dass so viele Upländerinnen und Upländer uns ihr Vertrauen geschenkt haben“, sagt FDP-Spitzenkandidat Dieter Schütz nach dem Gewinn von vier zusätzlichen Prozentpunkten, einem extra Sitz und dem Status als zweitstärkste Fraktion. Das Team und jungen und erfahrenen Kräften zahle sich aus, ebenso die Themen: Die Angebote für Kinder und Jugend nennt Schütz als Alleinstellungsmerkmal, die vor der Wahl durchgeführte Bürgerumfrage habe viele Ansätze gezeigt. Wie es in der Gemeindepolitik weitergeht, müssten jetzt Gespräche zeigen. Grundsätzlich sei das Upland aber gut damit gefahren, an der Sache zu arbeiten und Parteipolitik außen vor zu lassen. Holger Vogel war bereits als Nachfolger für Friedrich Koch im Gemeindevorstand geplant, abhängig von Verteilung und Gesprächen könnte Arndt Brüne dazustoßen.

„Da kann man nicht um den heißen Brei drumreden: Wir haben eine Enttäuschung erlebt“, sagt SPD-Spitzenkandidat Thorsten Kesper nach dem Verlust von zwei Mandaten. Die Ursachen müssten die Sozialdemokraten nun erst einmal aufarbeiten. Die Fraktion habe sich jedenfalls in den Monaten vor der Wahl nicht verbiegen, sondern offen zeigen wollen, wofür sie steht – vielleicht sei sie dabei zu ruhig gewesen. Wie es mit der politischen Zusammenarbeit im Upland weitergeht, hänge nun erst mal von der CDU ab. Über Personalien wolle er deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht sprechen, erklärt Kesper

„Ganz hervorragend“ findet derweil Ingolf Schinze, Spitzenkandidat der Freien Wähler, das Ergebnis: Mit 4,3 Prozentpunkten mehr verzeichnen die FW den stärksten Zuwachs und kommen erstmals über 20 Prozent. „Da zahlt sich die Politik der vergangene fünf Jahre aus und auch der gute Wahlkampf“, befindet er: Dazu gehörten klare Aussagen wie die Ablehnung des Ferienpark-Projekts „Am Hagen“ . An den Upländer Verhältnissen werde sich wohl wenig ändern, eher würden sie gestärkt. Für den Gemeindevorstand wollen die FW erneut Oliver Emde aufstellen. (wf)

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