Landkreis Waldeck-Frankenberg für wohnortnahe Impfung

Nach Termin-Chaos: Corona-Impfzentrum in Korbach könnte sofort starten

In der Großsporthalle auf der Hauer in Korbach befindet sich das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Es war Anfang Dezember innerhalb weniger Tage aufgebaut worden und ist seitdem einsatzbereit.
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In der Großsporthalle auf der Hauer in Korbach befindet sich das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Es war Anfang Dezember innerhalb weniger Tage aufgebaut worden und ist seitdem einsatzbereit.

Das Corona-Impfzentrum in Korbach könnte sofort den Betrieb aufnehmen. Aber noch fehlt die Genehmigung des Landes.

Waldeck-Frankenberg - Angesichts der Probleme, die sich zum Start der Terminvergabe für die ersten Impfungen im Regionalem Impfzentrum in Kassel gezeigt haben, setzt sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg für eine frühestmögliche Öffnung des Impfzentrums in Korbach ein.

Damit solle vor allem für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen in Waldeck-Frankenberg eine schnelle und wohnortnahe Impfung ermöglicht werden, teilte die Kreisverwaltung am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung mit.

„Unser Impfzentrum ist seit dem 11. Dezember einsatzbereit, das Personal geschult. Wenn genügend Impfstoff vorhanden ist, könnten wir dort sofort mit den Impfungen starten“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Wir möchten für die Waldeck-Frankenberger – insbesondere für die rund 12 500 Menschen, die über 80 Jahre alt sind und nicht in Einrichtungen, sondern zuhause leben – hier vor Ort ein entsprechendes Impfangebot schaffen.“

Corona-Impfzentrum in Korbach: Genehmigung steht noch aus.

Dazu brauche es aber die Erlaubnis des Landes Hessen, dessen Konzept zunächst die Öffnung der sechs Regionalen Zentren am 19. Januar vorsieht – unter anderem in Kassel für die Region Nordhessen.

„Daher setzen wir uns momentan gemeinsam mit den anderen eher ländlich strukturierten Landkreisen dafür ein, die lokalen Impfzentren zeitnah ebenfalls in Betrieb nehmen zu dürfen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. „Natürlich können unsere Bürger versuchen, einen Termin in Kassel zu bekommen“, so Frese weiter. Unkomplizierter sei es aber, den Menschen aus dem Landkreis vor Ort eine Impfung zu ermöglichen.

„Gerade aus dem Südkreis kann die Anreise nach Kassel bei aktuellen Witterungsverhältnissen bis zu zwei Stunden dauern.“ Für mobilitätseingeschränkte Menschen, die auf medizinische oder pflegerische Betreuung angewiesen sind, könne die Fahrt eine große Belastung sein. „Wir nehmen die Situation und die Sorgen dieser Menschen sehr ernst – und arbeiten aktiv daran, zeitnahe Angebote in WaldeckFrankenberg zu schaffen.“

Corona-Impfzentrum in Korbach: Schon über 2700 Menschen geimpft

Bisher haben in Waldeck-Frankenberg durch die mobilen Impfteams bereits rund 2700 Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen die erste von zwei notwendigen Impfungen bekommen, berichtet die Kreisverwaltung. Auch die über 80-Jährigen zuhause sollen möglichst bald von dem Impfangebot profitieren.

„Wir nehmen die Situation und die Sorgen dieser Menschen sehr ernst – und arbeiten aktiv daran, zeitnahe Angebote in WaldeckFrankenberg zu schaffen.“

Landrat Kubat und Gesundheitsdezernent Frese

Nach der Impfung der älteren Menschen soll sehr zeitnah dem Personal der Intensivstationen der Krankenhäuser im Landkreis und den sonstigen medizinischen Einrichtungen ein Impfangebot gemacht werden. „Diese Menschen setzen sich tagtäglich an vorderster Front für die Bekämpfung der Corona-Pandemie ein“, betonen Kubat und Frese. „Auch sie sollen, wenn es nach uns geht, sehr schnell eine Impfung bekommen können.“

Auch die Zulassung des zweiten Impfstoffs des Unternehmens Moderna gebe Anlass zur Hoffnung. Jetzt ginge es primär darum, die Lieferungen der Impfstoffe zu verstetigen, um zügig so viele Menschen wie möglich impfen zu können. (Jörg Paulus)

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