Schützenkönig tödlich getroffen

Unglück beim Schützenfest in Marsberg: Kanonen werden untersucht

Trauer und Entsetzen: Nach dem tödlichen Unglück bei den Marsberger Schützen versuchen Experten zu klären, wie es zu der Explosion der Kanonenverschlüsse kommen konnte. Foto:  Haß

Marsberg. Nach dem schrecklichen Unglück zum Auftakt des Schützenfestes in Marsberg steht nun die Ursachenermittlung im Blickpunkt von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Dazu sind die beiden Kanonen beschlagnahmt worden, von denen die Verschlussteile aus unbekannten Gründen weggesprengt worden sind, die den 30-jährigen Schützenkönig tödlich verletzten.

Sie werden nun von einem Gutachter, vermutlich von einem der Beschussämter in Deutschland, untersucht.

Die ermittelnden Beamten untersuchen nun auch die Abläufe bis zu den folgenschweren Explosionen. Wer hat was getan?

Für den Einsatz solcher Kanonen muss ein Erlaubnisschein vorliegen, findet alle fünf Jahre eine Prüfung des Beschussamtes statt, müssen Sachkundenachweise und Lehrgänge der Kanonenschützen erbracht werden.

Bei dem Unglück am Samstagmittag hatte der 30-Jährige selbst die erste Kanone gezündet, die ganz normal lediglich einen Knall von sich gab. Die beiden anderen Kanonen wurden von anderen Personen gezündet und explodierten an den Verschlussbereichen. Von den dabei weggesprengten Metallteilen traf eines den Schützenkönig, der trotz einer Notoperation im nahe gelegenen Krankenhaus am Nachmittag verstarb. (ah)

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