„Druide“ Hans-Jürgen Matznohr berichtete über das harte Leben der Kelten

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Auf dem Weg zum Berg Hoher Keller: Der„Druide“ Hans-Jürgen Matznohr und einige Teilnehmer der geführten Wandertour. 

Kellerwald. Als Druide verkleidet führt Hans-Jürgen Matznohr Gäste auf den Hohen Keller im Kellerwald und berichtet über das harte Leben der Kelten.

„Vor 2500 Jahren waren die Kelten in unserer Gegend sehr präsent, lebten allerdings weniger heldenhaft und wild, als mancher Keltenverehrer vielleicht glaubt.“  Matznohr räumt bei seiner geführten Tour zum Hohen Keller im Kellerwald mit romantischen Vorstellungen auf. „Die meiste Zeit kämpften die Kelten um das tägliche Überleben, denn der Erwerb von Nahrung war voller Widrigkeiten. Auch gab es viele Krankheiten, und die Lebenserwartung war gering.“

Der Naturparkführer hat den Spitznamen „Weißer Schatten“. Dazu kam Matznohr, weil er bei einem Treffen mit anderen Keltenfreunden an einem sehr nebligen Tag in seiner hellen Kleidung kaum von dem dort vorhandenen dichten Dunst zu unterscheiden war.

Wo genau denn nun die Kelten in unserer Gegend lebten, fragt ein Teilnehmer der Tour. Vor allem in Tälern und auf tieferen Ebenen, weiß der Fachmann und erzählt viel Wissenswertes: Auf den Bergrücken hatten die Kelten zumeist ihre heiligen Orte. Sie waren eher nicht kriegerisch veranlagt, obwohl die damaligen römischen Geschichtsschreiber sie hin und wieder als wilde Gesellen wahrnahmen. Kämpferische Vorfälle spielten sich allerdings nicht im Kellerwald ab, sondern nur dort, wo die Römer die eingeborenen Völker im Zuge ihrer Eroberungspolitik angriffen.

Mehr über den Niedergang der Kelten und deren Hinterlassenschaften etwa auf dem Christenberg bei Münchhausen lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Marise Moniac

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