Online-Begragung zum Naturparkplan

Naturpark Diemelsee lässt Bürger seine Zukunft mitgestalten

Wanderer auf dem Kahlen Pön bei Usseln. Symbolbild Wandern, Natur, NAturpark Diemelsee
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Weitere Wege, um die Natur erlebbar zu machen, soll der neue Naturparkplan aufzeigen – dazu kann sich jeder Interessierte Bürger einbringen.

Wo soll der Naturpark Diemelsee in zehn Jahren stehen? Die Antwort auf die Frage sollen auch die Bürger geben, durch Mitwirkung am Naturparkplan.

  • Der Naturpark Diemelsee erstellt derzeit einen Naturparkplan mit Zielen bis 2030.
  • Bürger können sich über eine Online-Befragung einbringen.
  • Fortgesetzt wird der Prozess im kommenden Jahr, nach Möglichkeit mit Präsenzveranstaltungen.

Willingen/Diemelsee/Korbach – Wie soll der Naturpark Diemelsee in zehn Jahren aussehen? Der Naturparkplan, der diese Frage beantworten soll, ist kein bloßes Projekt der Gremien, sondern auch aller interessierten Bürger. Einige haben schon die Möglichkeit genutzt, sich online einzubringen, erläuterte Christian Rast vom Projektteam bei der Sitzung der Verbandsversammlung. Aber noch bis zum 13. Dezember besteht die Möglichkeit, bei einer Umfrage auf naturpark-diemelsee.de über Ziele und Projekte mitzudiskutieren.

Naturparke sollen „Vorbildlandschaften“ sein. Dabei kommen vier Säulen zusammen: Stark stand der Naturpark Diemelsee bei seiner jüngsten Zertifizierung 2017 in Sachen „Nachhaltiger Tourismus und Erholung“ dar, auch bei „Umweltbildung und Kommunikation“. Mittlere Punktzahlen gab es bei „Nachhaltiger Regionalentwicklung“ sowie „Naturschutz und Landschaftspflege“, erläuterte Christian Rast von der ift Freizeit- und Tourismusberatung aus Köln – er bildet mit Martina Hoff vom Landschaftsarchitekturbüro Hoff aus Essen und Jens Steinhoff vom Institut für Regionalentwicklung aus Marl das Projektteam.

In ersten Analysen, Lenkungs- und Expertenrunden wurden Ziele und Pfade zu diesen formuliert – nun können die Bürger sagen, wie wichtig sie diese finden, und eigene Vorschläge machen.

Sieben mögliche Entwicklungspfade für den Naturpark Diemelsee

Sieben dieser „Entwicklungspfade“ stellte Rast kurz vor: So geht es etwa um die nachhaltige Entwicklung von Freizeit-Aktivitäten an der frischen Luft, also eine Stärkung von Ganzjahres-, Wander- und Radangeboten. Im Bereich des Naturschutzes ist etwa ein „Modellwald Naturpark Diemelsee“ angedacht, der angesichts der jüngsten Schädigungen des Waldes Klimaresistenz und Biodiversität gewährleisten soll. Ein Weg könnte auch die Entwicklung weiterer Naturschutzprojekte sein, die über einen Biotopverbund Arten angesichts des Klimawandels das Ausweichen in höhere Lagen ermöglichen.

Wie Umweltbildung gefördert werden kann, ist eine weitere Frage – dazu gehöre, wo „smarte“ Technologien helfen können, und wo bewusst auf sie verzichtet werden solle, erläuterte Rast. Um den Naturpark ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, wären „Schaufensterangebote“ denkbar, also etwa die Bewerbung regionaler Produkte und mehr Naturerlebnisse.

Auch die Stärkung klimafreundlicher Verkehrsmittel zählt zu den vorgeschlagenen „Entwicklungspfaden“. Und letztlich eine bessere Besucherlenkung und Barrierefreiheit, um die Angebote im Naturpark besser erlebbar zu machen.

Auf naturpark-diemelsee.de finden sich ein Video, das Ziele und Wege näher erläutert, sowie die Befragung, in der Interessierte sie bewerten und weitere Vorschläge machen können. Ab 21. Dezember stehen dort auch die Ergebnisse online, um Feedback wird gebeten. Wer mag, kann Kontaktdaten angeben, um für die sich anschließenden Fachkonferenzen eingeladen zu werden. Ansonsten wird über diese auch ab Mitte Januar informiert. Fertig sein soll der Naturparkplan im Herbst. (wf)

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