Außerordentliche Gemeindevertretersitzung geplant

Neubau Kläranlage Asel: Erste offizielle Kostenschätzung liegt bei 6,4 Millionen Euro

Kläranlage Asel
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Neubau der Kläranlage Asel: Die Kosten werden laut Schätzung bei 6,4 Millionen Euro liegen.

Der Neubau der Kläranlage bei Asel ist das größte und teuerste Bauvorhaben, das auf die Gemeinde Vöhl in den nächsten Jahren zukommt. Eine erste offizielle Schätzung ergab nun, dass die Kosten bei rund 6,4 Millionen Euro liegen könnten.

Vöhl – Die Baumaßnahme ist dringend, denn der „Zustand und die Einleitungswerte der Kläranlage in Asel“ werden von der Kreisverwaltung „nicht mehr geduldet“, es „drohen eine Zwangsverfügung und der damit verbundene Widerruf der Einleitungserlaubnis“, so stand es im vergangenen Jahr in der Vorlage zur Sitzung der Vöhler Gemeindevertretung.

Damals kursierten Zahlen, dass die Kosten zwischen vier und fünf Millionen Euro liegen könnten. Die um ungefähr 1,5 Millionen Euro höhere Schätzung wurde nun von der Verbands-Energie-Werk Gesellschaft (VEW) abgegeben.

Zusammen mit der VEW wird die Gemeinde Vöhl dieses Projekt annehmen. Die entsprechende Vöhl Abwasser GmbH wurde dafür bereits im Dezember gegründet. Aufgabe der neuen Gesellschaft ist die Erbringung von kommunalen Dienstleistungen, insbesondere die Steuerung des Neubaus beziehungsweise der Sanierung von kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen der Gemeinde Vöhl.

Eine besondere Herausforderung bei der Planung der neuen Anlage bestehe darin, dass das gereinigte Wasser eine hohe Reinheit aufweisen müsse, da es auch weiter in den Edersee eingeleitet werden soll, so die Verantwortlichen.

Eine Sondersitzung ist am 22. März geplant

Die Kläranlage bei Asel wird auch Inhalt einer außerordentlichen Gemeindevertretersitzung sein, die am Montag, 22. März, stattfinden soll. Bereits Anfang nächster Woche tagen der Haupt- und Finanzausschuss und der Ausschuss für Soziales und Tourismus, um dieses Thema zu besprechen.

Obwohl bei der anstehenden Kommunalwahl am kommenden Sonntag gegebenenfalls neue Vertreter gewählt werden, wird die außerordentliche Sitzung vom jetzigen Vöhler Parlament übernommen.

Dies ist deshalb möglich, da die aktuelle Legislaturperiode noch bis Ende März andauert und die Vertreter daher auch bis zu diesem Zeitpunkt stimmberechtigt sind und bleiben. (sk)

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