Baustart an der Talsperre

Erster Spatenstich für das Besucher-Informationszentrum am Edersee

Erster Spatenstich für das Besucherzentrum: Hinter dem Modell stehen (von links) Architekt Christoph Hesse, Claus Günther von der Edersee Marketing GmbH, Projektleiter Uli Klein (Gemeinde Edertal), Dr. Michael Pielert, Geschäftsführer der beauftragten Baufirma Fisseler, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, Jörg Trachte, technischer Leiter bei Fisseler, Bürgermeister Klaus Gier, der Edertaler Bauamtsleiter Alexander Paul und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.
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Erster Spatenstich für das Besucherzentrum: Hinter dem Modell stehen (von links) Architekt Christoph Hesse, Claus Günther von der Edersee Marketing GmbH, Projektleiter Uli Klein (Gemeinde Edertal), Dr. Michael Pielert, Geschäftsführer der beauftragten Baufirma Fisseler, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, Jörg Trachte, technischer Leiter bei Fisseler, Bürgermeister Klaus Gier, der Edertaler Bauamtsleiter Alexander Paul und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.

An der Edertalsperre in Hemfurth/Edersee startet der Bau des Besucher-Informationszentrums.

  • Der Bau des Besucher-Informationszentrums auf dem Vorplatz der Edertalsperre startet.
  • Mit Kosten in Höhe 1,9 Millionen Euro ist der Neubau auf dem Sperrmauervorplatz veranschlagt, der in 2022 fertig sei soll.
  • Der von Architekt Christoph Hesse geplante Baukörper soll Anlaufstelle für Gäste sein und Platz für eine Ausstellung zur Talsperren-Geschichte bieten.

Hemfurth-Edersee – Mit dem ersten Spatenstich für das Besucher-Informationszentrum hat die Gemeinde Edertal am Mittwoch auf dem Sperrmauervorplatz einen Schlussstrich unter mehr als ein Jahrzehnt dauernde Diskussionen um das Projekt gezogen. Der Neubau kostet 1,9 Millionen Euro und soll im Sommer kommenden Jahres fertig gestellt sein.

Verschiedene Standorte am Edersee wurden geprüft und wieder verworfen

„Es war ein schwieriger Meinungsbildungsprozess“, blickte Bürgermeister Klaus Gier noch einmal kurz auf die vergangenen 12 Jahre zurück. Verschiedene Standorte waren geprüft und wieder verworfen worden. Sogar ein bereits zugesagter Landeszuschuss von 600 000 Euro konnte nicht abgerufen werden.

Für ihn sei immer klar gewesen, es werde keinen Zweckbau geben, betonte der Rathauschef. In vielen Monaten intensiver Arbeit sei nun ein auffällig architektonisch gestaltetes Gebäude mit markantem Turm nach den Plänen des Korbacher Architekten Christoph Hesse entwickelt worden. Das Projekt entsteht nah an der Staumauer am Standort der Toilettenanlage und der bereits abgerissenen Pavillons.

Auf Zeitreise in die Geschichte des Edersees

Mit dem Projekt will die Gemeinde nicht nur eine Anlaufstelle für Touristen schaffen, sondern auch die wechselvolle Geschichte des Edersees mit modernster Technik nachzeichnen. Dabei setzt sie laut Gier auf so genanntes Projektions-Mapping: Eine Zeitreise in die Geschichte des Edersees, die in einem speziellen Vorführraum mit animierten 3-D-Bildern und Filmsequenzen mit Hochleistungsprojektoren optisch und akustisch in Szene gesetzt wird.

Klaus Gier zeigte sich überzeugt, dass das Besucherzentrum „eine Erfolgsgeschichte“ wird. Die Gemeinde setze hier ein zukunftsweisendes Zeichen, betonte er und verwies darauf, dass das Projekt mit 1,2 Millionen Euro vom Land und 160 000 Euro vom Landkreis unterstütz wird. Und: „Wir bleiben im Kostenrahmen, wie die inzwischen abgeschlossene Ausschreibung zeigte.“

Architekt Christoph Hessen stellte den Teilnehmern am Spatenstich noch einmal kurz die wesentliche Elemente des Projektes vor. Hauptelement des Baukörpers wird ein Turm in Form eines Querschnitts der Staumauer. Im Erdgeschoss findet der Besucher Infotheke und Souvenir-Shop der Edersee Marketing GmbH und weitere Funktionsräue, über eine Treppe hinunter gelangt er in die Ausstellung zur Talsperren-Geschichte. Öffentliche Toiletten entstehen an der Rückseite des Gebäudes.

„Leuchtturm und Werbeträger“ für die Ederseeregion

Dieses Projekt vereine eine touristische Facette und eine historische Dimension, sagte Landtagsabgeordneter Armin Schwarz (CDU). Er sprach von einem „Leuchtturm und Werbeträger für die Region und darüber hinaus.“ Für solche Infrastruktur nehme das Land gerne viel Geld in die Hand.

„Hier wird ein zentrales Projekt zur Entwicklung der Ederseeregion umgesetzt“, meinte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. Dank und Anerkennung sprach er den mutigen Vertretern in den gemeindlichen Gremien aus, die mit Bürgermeister Gier an der Spitze diese wichtige Entscheidung getroffen hätten. Hier entstehe zur richtigen Zeit ein richtiges Projekt, um die Ederseeregion zu stärken.

Nach den Worten von Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee Marketing GmbH, stellt das geplante Besucherzentrum aus touristischer Sicht ein ganz wichtiges Projekt für die gesamte Region dar. Es gehe darum, Lebensraum zu gestalten für die Gäste und die Menschen, die hier leben, betonte Günther. (Jörg Schade)

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