Neue Decke, neue Fugen: Hochbehälter in Roda wird saniert

Vor dem Hochbehälter: (von links) Bürgermeister Hans Waßmuth, Wassermeister Markus Werner und Thomas Tönges vom Bauamt in Frankenau besichtigen die Baustelle. Fotos: Daum

Roda. Die Arbeiten sind in vollem Gange und Ende April dieses Jahres sollen die Sanierungsarbeiten am Trinkwasser-Hochbehälter in Roda abgeschlossen sein.

„Wir liegen im Zeitplan“, sagt Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth, der sich mit Wassermeister Markus Werner den Fortschritt der Arbeiten anschaut. Dass auch Frankenaus Bauamtsleiter Thomas Tönges beim Besichtigungstermin mit der HNA vor Ort ist, hat folgenden Grund: Die Stadt Frankenau übernimmt im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit die Ingenieurleistungen für die Sanierung des Hochbehälters.

Diese Art der Zusammenarbeit hatte es auch schon bei der Instandsetzung des Hochbehälters in Willershausen gegeben (HNA berichtete). Die Stadt Rosenthal kann dadurch Geld sparen, ein externes Ingenieurbüro zu beauftragen wäre teurer gewesen.

Rund 70.000 Euro kostet die gesamte Sanierung des Rodaer Hochbehälters. Weil die Anlage auf dem Berg „Am Käseküppel“ in Roda liegt und schwer zu erreichen ist, müssen die Bau- und Arbeitsmaterialien mit kleinem Gerät an- und abgefahren werden.

Die Sanierungsarbeiten sind nötig, weil aufgrund des stark kohlensäurehaltigen Wassers die Fliesenfugen auf dem Boden und an den Wänden des Hochbehälters angegriffen sind und sich sogar teilweise aufgelöst haben. „Wir hatten erst überlegt, die Fliesen abzumachen und stattdessen eine neue, mineralische Beschichtung aufzutragen. Auch über eine neue Kunststoffwanne wurde diskutiert“, berichtet Tönges. Ein Gutachten der Uni Kassel habe dann aber ergeben, dass die Fliesen nicht runter müssen und lediglich eine Neuverfugung ausreiche. „Die kaputten Fugen wurden dann mit einem Hochdruckreiniger beseitigt und es wurde eine neue, mineralische Fugenmasse eingesetzt“, erklärt Tönges.

Neben der Erneuerung der Fugen steht auch noch eine Deckensanierung an. „Hier war nicht das kohlensäurehaltige Wasser schuld. Die dünne Betondecke und das Schwitzwasser haben dafür gesorgt, dass der Beton abgeplatzt ist und die Eisenstäbe frei lagen. Es bestand die Gefahr, dass das Eisen rostet. Daher wird die Decke erneuert“, berichtet Tönges.

Welche Vorhaben noch geplant sind, um die Problematik mit dem stark kohlensäurehaltigen Wasser zu lösen, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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