Beginn am 7. April 2021

Neue Großbaustelle in Frankenberg: Straße anderthalb Jahre gesperrt

Straßensperrung Frankenberg Marburger Straße
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Die Marburger Straße am Ortsausgang von Frankenberg wird umgebaut. Dafür ist eine Vollsperrung nötig.

Frankenberg bekommt eine neue Großbaustelle: Die Kreisstraße 117 wird ab 7. April im Bereich Ortsausgang Marburger Straße für anderthalb Jahre bis Ende August 2022 gesperrt.

Frankenberg Die Marburger Straße/K117 am Ortsrand von Frankenberg wird ab Mittwoch nach Ostern zwischen dem Abzweig Hinstürzstraße und dem Abzweig B 253/Ostumgehung für den Verkehr voll gesperrt; außerdem die Marburger Straße in Richtung Stadtmitte bis zum Abzweig Berliner Straße.

Dabei brauchen die Verkehrsteilnehmer Geduld: Laut Jürgen Saure vom Stadtbauamt wird die Vollsperrung knapp anderthalb Jahre dauern – bis August 2022. Die Beschilderung für die Umleitung über die Rosenthaler Straße und den Röddenauer Kreisel/Siegener Straße wird in den nächsten Tagen aufgestellt.

Anlass für die Straßensperrung ist der Rückbau der Kreisstraße 117: Mittig zwischen dem Baugebiet Bockental und dem geplanten Neubaugebiet an der Marburger Straße (Grafik) soll die Straße auf eine Breite von sechs Metern zurückgebaut werden. Zudem bekommt sie beidseitig einen 3,25 Meter breiten Rad- und Gehweg. Einen solchen Weg gibt es aktuell nur einseitig in Richtung Burgwald.

Der in der Grafik sichtbare Teil der Marburger Straße wird ab dem 7. April bis August 2022 voll gesperrt.

Des Weiteren werden auf dem etwa 400 Meter langen Straßenstück in den nächsten Monaten auch zwei Kreisverkehrsplätze entstehen – unter anderem der erste fünfarmige Kreisel in Frankenberg. Der wird unter anderem in das Baugebiet Bockental führen. Der offizielle Spatenstich soll am 21. April erfolgen.

Kampfmittelräumdienst im Einsatz

„Wir müssen mit dem Bau beginnen“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß und bat um Verständnis, dass es trotz der Vollsperrung in den ersten zwei bis drei Wochen keine Bautätigkeiten geben werde. In dieser Zeit müsse das Areal erst vom Kampfmittelräumdienst sondiert werden.

„Das ist zwingend vorgeschrieben. Mit Kampfmitteln im Boden muss man immer rechnen.“ Im Zweiten Weltkrieg sei vor allem der nahe Bahnhof von Fliegerstaffeln kräftig bombardiert worden. In diesem Zusammenhang berichtete Heß, dass vor etwa vier Jahren bei den Bauarbeiten für die nahe Lagerstätte des Bodenverbandes Waldeck-Frankenberg eine Bombe gefunden worden sei. „Deshalb musste damals die ganze Kaserne evakuiert werden.“

Das Wohngebiet Hinstürz kann während der Sperrung über die Hinstürzstraße und die Berliner Straße weiterhin angefahren werden, in Richtung Burgwald kann über die Marburger Straße und die Kreisstraße nicht mehr gefahren werden, erklärte Heß die Großbaustelle. Wer von Frankenberg nach Burgwald fahren will, muss also zum Beispiel über die Rosenthaler Straße auf die Bundesstraße fahren und von dort an der Kaserne auf die K117.

„Ab etwa 19./20. April wird die Straßenbaufirma Rohde aus Korbach im Bereich der Marburger Straße dann mit den Fräsarbeiten beginnen“, beschrieb Mitarbeiter Jürgen Saure den weiteren Ablauf. Anschließend soll es dann mit den Erdarbeiten weitergehen.

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