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Neue Linie für den Verkehr auf der Edersee-Randstraße

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Von: Matthias Schuldt

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Sind von der Wirkung der durchgezogenen Linie auf der Randstraße nahe dem Abzweig Waldeck überzeugt: (von links) Frank Meiser, Stephan Brühne, Arnfried Schlömer, Jürgen Vollbracht, Jürgen van der Horst, Thomas Andree und Susanne Danz.
Sind von der Wirkung der durchgezogenen Linie auf der Randstraße nahe dem Abzweig Waldeck überzeugt: (von links) Frank Meiser, Stephan Brühne, Arnfried Schlömer, Jürgen Vollbracht, Jürgen van der Horst, Thomas Andree und Susanne Danz. © Matthias Schuldt

Eine neue durchgezogene Linie auf der Edersee-Randstraße soll den Verkehr weiter beruhigen - und liefert den Anlass weiterzudenken.

Edersee – Schritt für Schritt versuchen die Beteiligten seit Jahrzehnten, Motorenkrach einzudämmen, der besonders abends in der Saison von der Edersee-Randstraße ausgeht. Er trifft Urlaubsgäste wie Anwohner vor allem am Waldecker Becken. Mit dem Lärm einher gehen hohe Risiken für die Verkehrssicherheit, wie einschlägige Unfälle regelmäßig verdeutlichen.

Am Mittwochmorgen präsentierten Landkreis, Stadt Waldeck, HessenMobil, Polizei und AWE (Aktionsgemeinschaft Aktives Waldeck am Edersee) das nächste Mosaiksteinchen ihrer gemeinsamen Anstrengungen gegen den Lärm und für mehr Sicherheit: eine neue, durchgezogene Linie in der Mitte der Randstraße, über mehrere Hundert Meter, ausgehend vom Abzweig Waldeck in Richtung Sperrmauer. „Damit kommunizieren wir das Überholverbot viel besser als durch Schilder“, erklärte Arnfried Schlömer, stellvertretender Leiter des regionalen Verkehrsdienstes der Polizei in Korbach. Wer dabei ertappt wird, die Linie und das Überholverbot zu missachten, müsse mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in der Flensburger Kartei rechnen.

Fortschritte der zurückliegenden Jahre bei der Verkehrsberuhigung am Edersee gewürdigt

Susanne Danz und Thomas Andree würdigten namens der AWE die Fortschritte, die in den zurückliegenden Jahren erreicht worden seien. Die AWE verspreche sich von der Linie eine weitere Verbesserung. Zu den seit Längerem geltenden Beschränkungen des Verkehrs zählt zuvorderst die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer. „Es war rechtlich nicht leicht, sie für eine Landesstraße im Außenbereich zu erlassen“, erklärte Stephan Brühne Dezernatsleiter Betrieb und Verkehr bei HessenMobil. Kontrollen und andere Aktionen der Polizei zählen zum Instrumentarium wie das Sperren des Parkplatzes „Teufelsgraben“ durch die Stadt Waldeck.

„Nicht jede Maßnahme aber wirkt, wie der Versuch mit Tempo 30 gezeigt hat“, meinte Landrat Jürgen van der Horst. Weil die Partner mit weiteren Schritten enger und enger an die Grenzen des Verkehrsrechts geraten, lenkte Waldecks Bürgermeister Jürgen Vollbracht unter Bezug auf die Entwicklung des sanften Tourismus den Blick auf die Verkehrsplanung: „Brauchen wir die Randstraße in Zukunft noch als Straße?“

Autofreier Sonntag, das zeitweise Ausweisen von Abschnitten der Ederseerandstraße als Einbahnstraße: diese und weitere Vorschläge für eine geringere Verkehrsbelastung und höhere Qualitäten im Erlebnis-, Fahrrad- und Wandertourismus werden diskutiert. Verkehrsrechtlich ist das an einer Landesstraße schwierig umzusetzen, erläuterte Frank Meiser, stellvertretender Fachdienstleiter Verkehr beim Landkreis. Auch wenn Durchgangsverkehr kaum noch eine Rolle spiele an der Ederseerandstraße. (Matthias Schuldt)

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