Neubau im Wildtierpark Edersee eröffnet

Neue Plattform am Edersee: Der Ausblick macht viele sprachlos

Groß genug und dennoch filigran im Erscheinen: die neue Aussichtsplattform.
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Groß genug und dennoch filigran im Erscheinen: die neue Aussichtsplattform.

Am Edersee gibt es eine neue Aussichtsplattform. Sie steht im Wildtierpark und ist jetzt offiziell eröffnet worden.

Hemfurth-Edersee – „Für uns ist das ja normal, aber wenn Kasseler Kollegen zum ersten Mal hierher kommen, verschlägt´s ihnen die Sprache bei diesem Ausblick“, sagt Architekt Sascha Hofmann. Er hat die neue Aussichtsplattform am höchsten Punkt des Wildtierparks entworfen; als filigran gestaltetes Fenster zum Panorama des Edersees und zugleich als Bühne für die gefiederten Stars des Parks: die Falken, Geier, Milane und Adler der Greifenflugschau.

Das schmückende, kleine Dach der Plattform weist in der Gestalt zweier Vogelschwingen auf diese Rolle der Konstruktion hin.

„Diese Stelle drängt sich geradezu auf, so genutzt zu werden“, meinte Edertals Bürgermeister Klaus Gier auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins Wildtierpark am Freitag zur offiziellen Eröffnung. Der Verein wollte zum 50. Jubiläum des Parks etwas Besonderes beisteuern, und dabei kam in Zusammenarbeit mit Parkleitung und Nationalparkverwaltung diese Idee heraus.

175.000 Euro kostete das Projekt, von denen der 600 Mitglieder starke Verein die 100.000 Euro für den stählernen Teil der Anlage übernahm, erläuterte Wildtierparkleiter Tobias Rönitz.

„Wir sind im Kostenrahmen geblieben und es gab keine Bauverzögerungen. Nur Corona machte uns einen Strich durch die Rechnung bei der pünktlichen Eröffnung“, erläuterte Manfred Bauer, Chef der Nationalparkverwaltung. Spontan sei der Entschluss gefallen, das an dem Tag nachzuholen, an dem nach langer Pause die ersten Gäste wieder über das Gelände streifen durften.

Angehörige beteiligter Firmen betonten, wie viel Spaß die Aufgabe an dem nicht alltäglichen Projekt bereitet habe: an der „schönsten Baustelle der Region“.

Die Plattform wird dem Anspruch der Barrierefreiheit gerecht, bis ins kleinste Detail. Die Gitterroste der Auffahrt etwa sind so ausgelegt, dass Blindenhunde mit ihren Krallen sich darin nicht verfangen und verletzen, erklärte Architekt Hofmann.

Zugleich ist die Anlage so ausgelegt, dass sie größere Gruppen von Menschen aufnimmt, ob während der Flugschau oder an schönen Tagen als Aussichtspunkt. „Das war wichtig angesichts von 150.000 Gästen und mehr pro Jahr“, unterstrich Bürgermeister Klaus Gier.

Von Matthias Schuldt

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